Der Kardiologe, der Herzen bricht

Für M., den ich einfach nicht vergessen kann

Als ich dich zum ersten Mal sah
In deinem Arztgewand
Entging ich nur knapp
Dem Herz-still-stand.
Arrhythmie mit Garantie.
Nahm meinen Mut zusammen
Mich langsam anzubahnen:
„Hallo, ich bin Schwester Lana und
neu auf der Station“
Doch das wusstest du ja schon.
Sahst mich vielsagend an,
wilde Zacken wären zu sehen,
im Elektro-Kardio-Gramm.
Hieltst mir deine Hand hin, ausgestreckt,
die Luft zum Atmen blieb mir fast weg
Atme aus, atme ein
Musst‘ ich mich erinnern,
um nicht zu ertrinken in deinem Augen-Schimmern.
Wir flirteten tagein- tagaus,
Konnte nicht aus meiner Haut heraus.
Hast mich nach dir verrückt gemacht,
Ich dachte an dich Tag und Nacht.
„Am Wochenende komm mit mir!
Ich hab am See ein Haus,
dort ziehe ich dich langsam aus,
werde deinen schnellen Puls ertasten
Und gemächlich an deinen Brüsten rasten“
Das klang wie Musik in meinen Ohren!
„Darfst natürlich gern an mir herum-dok-toren“
Wenn kranke Schwestern mit Ärzten ficken,
Dann muss es doch einfach klicken.
Das geheime Wissen der Anatomie,
Macht uns im Bett zum Genie.
Es klickte gewaltig bei Tag und bei Nacht,
Die traute Zweisamkeit haben wir nur drinnen verbracht.

Doch unsere Affäre stand unter keinem guten Stern,
Plötzlich bliebst du mir einfach fern.
Keine Nachricht, kein liebes Wort
Keine gemeinsame Zeit, kein gemeinsamer Ort.
Als Arzt der Herzen
Bist du wohl Spezialist,
wie man ein Frauenherz erfolgreich bricht.
Nach vielen schmerzhaften Tagen
Wollte ich dich einfach nur fragen:
Warum?
Konnte nicht schlafen, nicht essen,
dich einfach nicht vergessen.
Konnte einfach gar nichts mehr machen,
musste ständig mein Handy bewachen.
Zurück blieb ein kleines Loch,
doch mein mein Herz schlug weiter
noch und noch.
Das alles ergab keinen Sinn
Gab mich dem Herz-Schmerz einfach nur hin.
Zur Arbeit ging Schwester Steffi statt mir
Und sagte „Hallo, ich bin die neue Schwester hier“.
Da erwachte in dir die neue Gier.
Sahst sie vielsagend an,
Und dann –
Fing alles wieder von vorne an…

Das Spiel ihres Lebens – Marlene & Tommy

An einem verregneten Junitag lernten Marlene und Tommy einander zufällig auf einem Fußballplatz kennen. Marlene war ihrer besten Freundin zu Liebe mitgekommen. Babsi war mit einem Fußballspieler befreundet, der auch gleichzeitig der feste Freund von Tommys Cousine war. Tommy wiederum wollte als großer Fußball-Fan die Vienna-Mannschaft kräftig anfeuern, damit sie nicht nur den Ball, sondern vor allem auch den Parndorfern ordentlich in den Hintern treten würden. Wegen schlechtem Wetter wurde das Match jedoch abgesagt, aber für Tommy schien die Sonne einfach weiter…
Denn ihm war die fesche Blondine mit dem umwerfenden Lächeln nicht entgangen. Obwohl er zunächst dachte, bei ihr kein „Leiberl“ zu haben, wollte er nicht gleich kampflos aufgeben. Auch Marlene war der sympathische, unrasierte U-Bahn-Fahrer schon vorher aufgefallen. Seine offene und herzliche Art versprühte einen besonderen Charme, der sie neugierig machte. Um den verregneten Nachmittag noch zu retten und selbstverständlich auch um Marlene kennen zu lernen, lud Tommy alle zu sich ein. Aus einem netten Zusammensein unter Freunden wurde ein schöner Abend und schließlich der Beginn einer großen Liebe.
Die beiden trafen sich von nun an regelmäßig und unternahmen vieles gemeinsam. Oft nutzten sie die sonnigen Sommertage zum Schwimmen gehen und um sich ein wenig abzukühlen. Aber sie probierten auch etwas Neues, Heißes, etwas voller Leidenschaft – SALSA.
Im Juli verbrachten sie einen Kurzurlaub in Südtirol und machten dabei gleich einen Abstecher nach Sirmione am Gardasee. Auch Tommys Tochter Tina war mit von der Partie. Als sie zurück kamen, stand sein Geburtstag vor der Tür. Marlene machte ihm ein großartiges Geschenk: sie gab ihm einen Schlüssel zu ihrer Wohnung! Den Schlüssel zu ihrem Herzen hatte sie ihm schon lange zuvor geschenkt.
Kurz darauf hatte Marlene aber eine noch viel größere Überraschung für ihren Schatz. Dieses Geschenk war nicht geplant und nicht erwartet, aber das beste, was das Leben der beiden Verliebten bereichern konnte. Tommy würde bald zum zweiten Mal Vater werden! Er war außer sich vor Freude und überglücklich. Marlene war sich zuvor ein wenig unsicher, wie ihr Schatz wohl auf diese Neuigkeit reagieren würde. Auch ihre letzten Bedenken wurden durch seine positive Reaktion zerstreut und sie ließ sich schnell von Tommy’s Euphorie anstecken.
Nun stand auch schon der nächste Urlaub vor der Tür und auf ging es nach Tunesien. Die werdenden Eltern verbrachten eine wundervolle Zeit mit Tommys Familie und genossen das sonnige Wetter, während es in Wien schon lange in Strömen regnete. Tommys Familie, auch bekannt als „Meier-Clan“, geht gerne tauchen und das waren sie in diesem Urlaub viel. Nur Marlene blieb dieses Mal noch über Wasser, schließlich war Nachwuchs unterwegs.
Die Zeit verging und bald wussten die beiden, dass sie im nächsten Mai eine kleine Tochter bekommen würden. Da begann auch der Nestbauinstinkt bei den beiden einzusetzen. Es wurde Babygewand gekauft und Namen wurden überlegt. Opa Meier sponserte den Kinderwagen und Tommy hatte sich etwas besonders für seine Geliebte ausgedacht: er überraschte sie mit einer Babyparty. Nun dauerte es nicht mehr lange und es war Mai! Ungeduldig wartete Marlene nun jeden Tag, dass endlich die Geburt losging, damit sie ihre Kleine in den Arm nehmen konnte. Doch die junge Dame ließ sich Zeit und kam genau zum errechneten Geburtstermin auf die Welt. Gut Ding braucht eben seine Weile. Obwohl es eine sehr lange und anstrengende Geburt war, war Tommy nicht von Marlenes Seite gewichen und hat sie nach vollsten Kräften, so gut er konnte, unterstützt. Wie die kleine Prinzessin nun heißen sollte, war bis zum Schluss ein gut gehütetes Geheimnis geblieben. Aber am 01.05.2011 stellten Marlene und Tommy der Welt ihre Tochter Yvonne-Leonie vor.
Als sie beim Standesamt waren, um die Geburtsurkunde ihrer Tochter abzuholen, hatte Tommy plötzlich eine Idee. „Wie wäre es, wenn wir gleich das Aufgebot bestellen?“ fragte er seine Freundin. Marlene war einverstanden, meinte aber, dass da noch eine Kleinigkeit fehlen würde. Und so gingen sie gemeinsam einen Ring kaufen. Marlene wurde von der Freundin zur Verlobten.
Erneut ging alles ganz schnell, denn schon in drei Monaten sollte die große Hochzeit stattfinden. Obwohl die beiden frischgebackene Eltern waren, schafften sie es in der kurzen Zeit eine Hochzeit für knapp hundert Personen auf die Beine zu stellen. Glücklicher weise hatten sich auch Hilfe von Freunden und Unterstützung von ihren Familien.
Die Trauung fand am 10.09.2011 statt. Die Zeremonie in der Kirche war sehr, sehr schön und hat viele zu Tränen gerührt. Gemeinsam mit Familie und Freunden wurde anschließend bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Nun sind Marlene und Tommy auf ewig vereint…

– so kann es sein, so soll es bleiben! Alles passt perfekt zusammen, weil endlich alles stimmt.

Ich + Ich, „Vom selben Stern“, 2007

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Ende

Ella&Chris – ein zweiter Versuch für die Liebe

Mit den Worten: „der Kleine ist ja mindestens genauso süß wie sein Papa“ begann im August 2007 die Liebesgeschichte von Ella und Chris. Damals war Ella bei einem Flirtportal registriert und chattete mit Chris. Oft tippten die beiden mit einander stundenlang, bis tief in die Nacht. Sie unterhielten sich über Alltägliches aber auch über ihre Träume und Hoffnungen. Bald war Ella klar, dass sie diesen Mann unbedingt kennenlernen musste! Also schlug sie ein Treffen in einem Nachtclub vor, den sie beide gerne besuchten. Sie war etwas schüchtern und sehr aufgeregt vor ihrem ersten richtigen Date. Deswegen nahm sie ihre drei besten Freundinnen zur Unterstützung mit. Die Mädels hielten sich jedoch im Hintergrund, anders wäre es wohl etwas viel für den armen Chris gewesen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb ausgesprochen gut, schließlich „kannten“ sie sich bereits ein wenig. Ganz Gentlemen brachte Chris Ella mit seinem Auto nach Hause, bis vor die Haustür. Doch sie wollten sich noch nicht voneinander verabschieden und zögerten diesen Moment hinaus. Sie genossen jede einzelne Minute. Chris sah Ella tief in die Augen, beugte sich zu ihr runter und küsste sie um den Verstand. Gleich am nächsten Tag holte er sie von der Arbeit ab und von da an trafen sie sich fast täglich und unternahmen viel gemeinsam. Sie unternahmen lange Spaziergänge auf der Donauinsel, fuhren ins Autokino und gingen mit ihren Freunden abends aus. Ella war unbeschreiblich glücklich. Lange hatte sie auf ihre erste große Liebe gewartet. Natürlich gab es vor ihrem Schatz, ein paar Sommerflirts und den einen oder anderen Schmetterling im Bauch, aber das was sie nun fühlte, übertraf einfach alles. Zum ersten Mal in ihrem Leben war sie bis über beide Ohren verliebt und sie war froh, dass sie ihr „erstes Mal“ mit dem Mann ihre Träume haben würde. Chris war so einfühlsam und verständnisvoll. Schließlich verbrachten die beiden Turteltauben ein romantisches Wochenende im verschneiten Salzburg.

Bald darauf zogen die frisch Verliebten zusammen und waren gleich zu viert. Ella, Chris und seine beiden Katzen. Alles in allem fühlten sich die beiden in ihrem Liebesnest recht wohl, aber manchmal war die Einzimmerwohnung einfach zu klein. Zu Beginn ihrer Beziehung war dies überhaupt kein Problem, später schon ein wenig mehr, vor allem wenn sie sich einmal gestritten hatten. Keiner von beiden hatte Raum, um sich zurück ziehen zu können.

Chris hatte bereits einen Sohn mit seiner Ex-Freundin, die ihm das Leben schwer machte, was schließlich auch die neue Partnerschaft stark belastete. Nach zwei Jahren mussten Ella und Chris einen Schlussstrich ziehen – zum damaligen Zeitpunkt war eine Beziehung nicht mehr möglich, obwohl sie einander immer noch liebten. Damals schien das nicht genug zu sein und so trennten sie sich im Guten. Doch bereits in dem Moment als Ella zur Tür hinaus war, wusste sie, dass diese Trennung nur von kurzer Dauer war.

Zunächst hatten Ella und Chris keinen Kontakt zu einander. Die erste Zeit der Trennung war für sie beide sehr schmerzlich. Nach etwa einem halben Jahr bewegten sie sich langsam aufeinander zu. Nach einigen Telefonaten, trafen sie sich am Valentinstag wieder. Ein Neuanfang schien nicht leicht. Ella fiel es schwer, Nähe zuzulassen. Dafür war Chris umso bemühter, ihr Herz aufs neue zu erobern. Er brachte ihr regelmäßig Blumen mit und holte sie von der Arbeit ab. Eines Abends, als er sie zuhause besuchen war, verschwand er für längere Zeit im Badezimmer.

Das machte Ella etwas stutzig, vor allem deswegen, weil sie erst vor kurzem den Film „Und dann kam Polly“ gesehen hatte. In einer Szene schließt sich Ben Stiller im Badezimmer ein, weil er die Toilette verstopft und anschließend zum überlaufen gebracht hat.

Als sie jedoch an die Tür klopfte und zögernd hinein trat, wartete eine duftendes Schaumbad im Kerzenschein auf sie.

Rückblickend betrachtet, meinen Ella und Chris heute: „die Trennung hat uns gut getan und jetzt ist unsere Liebe stärker denn je!“

Sie haben sich nun zum zweiten Mal verlobt. Diesmal machte sie ihm einen Antrag – ganz spontan, als sie es sich zuhause so richtig gemütlich gemacht hatten. Er sagte sofort „ja“ und machte Ella erneut zur glücklichsten Frau der Welt.

Im August 2012 werden die Hochzeitsglocken läuten und als Ella’s beste Freundin, freue ich mich sehr für sie über ihr „Happy End“.

Namen aus Gründen der Privatsphäre geändert.

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Ende

Der „Schwule“ und die sexy Krankenschwester

An einem milden Samstagabend im Februar (2007) war ich zu Jonas‘ Geburtstagsparty eingeladen. Es war ausgemacht, dass wir zunächst gemeinsam essen und uns anschließend alle verkleiden und in eine Disco fahren würden. Deshalb nahm ich mein „Sexy Krankenschwester“-Kostüm mit.

Während des Essens saß ich Dominik gegenüber, der mir auf Anhieb sehr gut gefiel. Ich war jedoch sehr zurückhaltend, da der Gastgeber schwul war und hauptsächlich andere schwule Männer kannte. Schließlich wollte ich nicht einem Mann „vom anderen Ufer“ schöne Augen machen. (Außerdem war ich zu diesem Zeitpunkt noch mit meinem damaligen Freund zusammen, ich wollte die Beziehung am nächsten Tag aber ohnehin beenden – was für ein Timing!) Also erkundigte ich mich zunächst bei Jonas – und siehe da, er gab mir grünes Licht. Hetero und derzeit ohne Freundin! So ein Glück! Ich legte mich mächtig ins Zeug, doch Dominik war gar nicht so leicht zu beeindrucken. Da musste ich schwere Geschütze auffahren! Als ich mich umgezogen hatte, ging ich in meinem Minirock, weißen Spitzenstrümpfen und High-Heels an ihm vorbei und da sah er mir zum ersten Mal in die Augen. Vermutlich hat er zuerst woanders hingesehen… Es funkte gewaltig! Ich war hin und weg. Wir unterhielten uns wirklich sehr gut, es wurde getanzt, gelacht und geflirtet – ein perfekter Abend. Wäre da nicht Katrin gewesen, die es ebenfalls auf Dominik abgesehen hatte, aber er hatte nur Augen für mich! Wir fanden heraus, dass wir nicht nur im gleichen Bezirk wohnten, sondern nur zwei Straßen voneinander entfernt. Also fuhren wir gemeinsam nachhause und verabschiedeten uns mit unserem ersten Kuss.

Von da an ging alles sehr schnell. Ich trennte mich von meinem damaligen Freund. Dominik und ich trafen uns fast täglich und unternahmen sehr viel gemeinsam. Im Mai zogen wir zusammen, im August folgte der erste Urlaub, den wir miteinander verbrachten. Schon bald wusste ich, Dominik war der Mann fürs Leben. Einen Mann wie ihn hatte ich immer gesucht und in Dominik schließlich gefunden. An unserem ersten Jahrestag, machte Dominik mir einen Heiratsantrag, den ich überglücklich annahm. Er hatte mich ins „Le Bol“ ausgeführt, das Restaurant in dem wir auch unser „erstes Date“ hatten. Es war unglaublich romantisch, als Dominik im Lokal vor mir kniete und mir dabei die schönste Liebeserklärung machte: „Du bist meine absolute Traumfrau. Ich möchte den Rest meines Lebens nur mit dir verbringen. Ich liebe dich über alles und das wird auch immer so bleiben!“ Es fehlte nur noch ein Streichquartett. Am liebsten hätten wir bereits im darauf folgenden Sommer geheiratet, doch jetzt hieß es erst einmal sparen.

Am 12.06.2010 schlossen wir in der schönen Südsteiermark im Kreise unserer Familie und Freunde mit einem rauschenden Fest den Bund fürs Leben. Unser bisher schönster Tag! Danach ging es auf Hochzeitreise! Zuerst machten wir eine Tour mit einem Mietauto durch die Westküste der USA und erholten uns anschließend in einem Ressort im traumhaft schönen Cancun mit weißem Sand und kristalllauem Wasser.

An unserem Hochzeitstag erzählte uns Jonas, dass Dominik und ich uns eigentlich schon zu Halloween im Herbst vor der alles entscheidenden Geburtstagsfeier kennengelernt hatten. Uns standen zunächst die Fragezeichen ins Gesicht geschrieben. Schnell klärte er uns auf. Es war eine Party bei einer gemeinsamen Freundin. Als Dominik dazu kam, war er schon etwas angeheitert und schlief im Nebenzimmer ein. Irgendjemand kam dann auf die Idee, ich, als Schwesternschülerin, sollte mal nach ihm sehen, ob es ihm auch gut ginge. Plötzlich konnte ich mich erinnern: Das war ja der Typ, den ich in die stabile Seitenlage gedreht hatte, und nun war er mein Ehemann! Wir fanden die Geschichte ganz witzig und mussten einfach feststellen: das Schicksal wollte uns verbinden.

Seit dem ersten Tag sind wir unzertrennlich, uns trifft man meist nur zu weit 😉 Wir teilen alle Freuden und Hürden des Lebens als unschlagbares Team. Kinder wünschen wir uns auf jeden Fall für die Zukunft. Das ist wohl das einzige an unserer Beziehung, womit wir uns noch Zeit lassen. Jetzt wollen wir erst einmal viel reisen und das Leben zu zweit noch ein bisschen länger genießen.

Wenn dir die Geschichte gefallen hat, freue ich mich über ein Like oder einen Kommentar. Danke!


Ende