Rendez-vous mit einem Doc

Schon seit Tagen freute ich mich auf mein Treffen mit meinem Lieblings WE-Doc. Was ihn oder unsere Beziehung so besonders macht? Er ist tatsächlich Arzt und ich bin tatsächlich Krankenschwester. Erotische Doktorspiele auf diesem Nievau machen einfach besonders viel Spass. Ich weiß, was ich sagen muss, um eine bestimmte Reaktion bei ihm zu triggern. Dafür weiß er, was oder wie er etwas machen soll, um meine Pulsfrequenz schnell ansteigen zu lassen 😉

Wie immer kam Peter über ein ganzes Wochenende nach Baden bei Wien. Unser „Termin“ war für Samstagvormittag vereinbart, da ich am Freitagmorgen aus dem Nachtdienst gegangen war. Für meinen Privatarzt wollte ich schließlich fit und ausgeschlafen sein. Nur stellte sich schon während meines Nachtdienstes heraus, dass ich nicht ganz so fit sein würde. Ich musste beinahe ununterbrochen nießen, der Hals kratze und mein Kopf tat mir weh. Also schrieb ich Peter in der früh eine Nachricht: „Guten Morgen! Ich fürchte, ich werde wirklich krank L“

Schon im nächsten Moment las ich seine Antwort: „Soll ich einen Hausbesuch machen? ;)“

Der Gedanke war verlockend und schon aktivierten sich meine spontanen Selbstheilungskräfte. Peter würde ohnehin erst in einigen Stunden hier sein können, leider wohnte er viel zu weit weg von mir. Länger als fünf Stunden schlief ich sowieso nicht nach einer Nachtschicht. Dass es zuhause nicht aufgeräumt war und dass er mich vermutlich nur im Nachthemd und vor allem ungeschminkt sehen würde, hielt mich zunächst von einer Antwort ab. Aber ich wollte ihn gerne noch am selben Tag sehen und vielleicht würde er mir ja eine heilende Spritze verpassen, damit es mir schnell besser ging. Also schickte ich ihm ein Einfaches „ja“ zurück. Meine Adresse kannte er schon längst, weil er mir schon seit Jahren fleißig Postkarten, Geburtstagswünsche und Weihnachtsgrüße, über die ich mich immer sehr freute, schickte.

Kurz vor 13.00 Uhr wachte ich auf. Nach dem Schlafen fühlte ich mich schon ein wenig besser, aber trotzdem nicht ganz fit. Rasch ging ich ins Bad, um mir die Zähne zu putzen und um mich ein wenig zu frisieren. Kaum war ich fertig, klingelte es schon an der Tür. Nur mit einem sommerlichen Nachthemd bekleidet, huschte ich nach unten und öffnete die Eingangstür. Vor mir stand mein Lieblingsdoc, wie immer mit einem weißen Kurzarmhemd bekleidet und einem kleinen Arztkoffer in der Hand. Zur Begrüßung umarmten wir uns innig und blieben einen Moment einfach nur so stehen. „Na wie geht’s denn meiner Patientin?“ fragte mich Peter und löste sich aus unserer Umarmung. Dabei ließ er seinen prüfenden Blick über mich schweifen. „Eh schon bissi besser“, antworte ich, aber meine nasale Stimme verriet mich sofort. „Das muss ich mir mal genauer ansehen“, sagte er bestimmt und führte mich am Ellbogen aus dem Vorzimmer. Nur wusste der lieber Herr Doktor ja nicht wohin, schließlich war das sein erster Hausbesuch bei mir. „Gehen wir rauf ins Schlafzimmer“ flüsterte ich und nahm ihn an die Hand.

Ohne Aufforderung legte ich mich aufs Bett während Peter seinen kleinen Koffer ungefragt auf meinem Schminktisch abstellte. Ich hatte mich kaum zugedeckt, da kam er schon mit dem Stethskop um den Hals und setzte sich zu mir an die Bettkante. „Komm, setz dich auf. Ich möchte dich als erstes abhören.“ Ganz unverschämt zog er mein ohnehin dünnes Nachthemd etwas runter, sodass meine Brüste frei lagen und hörte ausgiebig Herz und Lungen ab. Meine Brustwarzen richteten sofort auf. Wie durch Zufall berührte er mit seinem Daumen meinen linken Nippel, der sogleich härter wurde. „Soweit alles in Ordnung“, stellte er fest. Als nächstes nahm er das Otoskop zur Hand und inspizierte meine Ohren, was ein wenig unangenehm war. Mit einem Holzspatel bewaffnet und noch immer dem Otoskop in der anderen Hand wollte er in meinen Hals sehen. Ich legte Protest ein und wollte ihm erklären, dass der Holzspatel nicht nötig sei, ich konnte auch ohne dem Ding brav „Aaaaaaa“ sagen. Aber der liebe Herr Doktor ließ mich gar nicht zu Wort kommen und drückte mir einfach die Zunge runter, während ich versuchte auch nur ein Wort raus zu bringen. „Sehr krank scheint mir die Lana aber nicht zu sein. Ist wohl nur eine Erkältung. Aber um sicher zu gehen, werden wir mal die Temperatur messen“. Bei diesen Worten schlug mein Herz sofort höher. Er sah die Vorfreude in meinen Augen aufblitzen. Das war immer einer der besten Momente, wenn Peter mich untersuchte. Routiniert schüttelte er das Quecksilberthermometer und tauchte die Spitze kurz in den Tigel mit Vaseline ein. „Du kannst am Rücken liegen bleiben, aber nimm‘ deine hübschen Beine hoch“, forderte er mich auf. Er wusste ganz genau, dass mir diese Position am peinlichsten war. Sie war einfach so demütigend. Alles lag vor ihm frei. Meine intimsten Stellen waren für ihn nicht nur einsehbar, sondern auch frei zugänglich. Aber genau darum ging es ihm ja. Diese Stellung empfand ich gleichermaßen erniedrigend als auch erregend. Natürlich war das auch den aufmerksamen Augen des Allgemeinmediziners nicht entgangen. Doch zunächst sagte er nichts. Mit Daumen und Zeigefinger spreizte er zwar vorsichtig, aber eigentlich unnötigerweise mein Poloch. Kühle Luft berührte meinen Anus und sofort bildete sich eine leichte Gänsehaut drum herum. „So, so. Fröstelt die Patientin etwa?“, fragte mein Doc und lächelte mich wissend an. Langsam kreisend führte er das Thermometer ein. Unter drehenden Bewegungen schob er es tiefer rein. Meine Gänsehaut verstärkte sich sofort. Die Feuchtigkeit zwischen meinen Lippen trat unübersehbar hervor. Ich war so erregt und doch wollte ich am liebsten vor Scham im Boden versinken. Doktor Peter nahm dies mit einem genugtuenden Lächeln zur Kenntnis und führte mir kurzerhand noch ein zweites, elektrisches Fieberthermometer ein, diesmal vaginal. Das war weniger erregend, aber auch nicht störend. So lag ich nun da, mit meinen Beinen in der Luft. Das zweite Thermometer piepste bereits nach wenigen Sekunden. Sanft entfernte Peter das elektrische Messinstrument. „37,5°C“ zeigte es an. Gewissenhaft desinfizierte er es und packte es wieder ein. Kurz darauf griff er nach dem Glasthermometer und zog es genüsslich und gaaanz langsam aus meinem engen Poloch. Unweigerlich musste ich stöhnen, so geil war das Gefühl. So kribbelnd und erregend, einfach nur wunderschön. Peter musste ein wenig blinzeln, um es besser ablesen zu können. „37,6°C, das ist zwar kein Fieber aber da geben wir der Patienten doch besser ein Zäpfchen, damit sie sich schnell besser fühlt.“ Meine Beine hatte ich mittlerweile aufgestellt und unter meiner kuscheligen Decke versteckt. Flott hatte Peter das Zäpfchen hergerichtet und sah mich streng von oben an. „Ja, ja, ich geb die Decke ja schon weg“, schmollte ich ein bisschen. Ich ließ die Beine aufgestellt, doch mein privater „Notarzt“ drückte sie mir bestimmt auseinander. „Was gibst du mir da eigentlich?“, wollte ich vor der Applikation noch wissen. „Talvolsilen®“. Schon spürte ich den harten, kalten Fremdkörper gegen mein Poloch drücken. Fragend sah ich Peter an und hielt seine Hand fest, damit er mir nicht einfach so den kleinen Torpedo verpassen konnte. „Paracetamol und Codein“, antwortete er augenrollend. Ich nickte zustimmend. Denn danach würde ich vielleicht noch eine Runde schlafen können. Ich wusste schon im Vorhinein, dass dies ein eher kurzer Besuch sein würde, mein Lieblingsarzt wollte noch etwas weiter fahren, um einen bestimmten Wein einkaufen zu können.

Peter ging wieder rüber zu meinem Schminktisch und suchte etwas in seinem Köfferchen. Offensichtlich hatte er mir verschiedene Medikamente mitgebracht. Darunter ein Antibiotikum, ein schleimlösendes Mittel und eben die Paracetamol/Codein-haltigen Zäpfchen. Natürlich waren Zäpfchen mit dabei, wie konnte es anders sein? Für eine von „WE-beherrschte Patientin“, wie er mich einmal genannt hatte, war dies das Äquivalent eines Blumenstraußes.

Am nächsten Morgen ging es mir schon deutlich besser, hauptsächlich weil ich mich am Vorabend mit verschiedenen Medikamenten vollgepumpt hatte. Ich ging ins Badezimmer, um mich fertig zu machen. Schließlich wollte ich heute besonders hübsch für meinen Wahlarzt aussehen. Nachdem ich meine Haare geföhnt und Make-up aufgelegt hatte, stand ich unentschlossen vor meinem Kleiderschrank. Zum Schluss waren nur noch zwei Outfits übrig geblieben. Ein Kleid im Marine-Look mit weißen und dunkelblauen Streifen, oben eng anliegend, dann weit ausgestellt und etwa Schienbein-lang. Das andere war ein elegantes, langes Sommerkleid, schwarz-weiß gemustert mit einem tiefen Dekolleté und seitlichen Beinschlitzen. Schließlich entschied ich mich für das Zweite. Peter mochte es sehr, wenn ich mich feminin und elegant kleidete. Zu besonderen Anlässen trug ich gerne meine Perlenohrringe, eine dazupassende Kette und natürlich auch mein Armband. Als ich mich im Spiegel sah, war ich sehr zufrieden mit meinem Erscheinungsbild. Als ich gerade nach unten gehen wollte, um Schuhe und Handtasche zu holen, fiel mir ein, dass ich gar keinen Slip angezogen hatte. Im Sommer ging ich fast immer ohne Höschen aus dem Haus, wenn ich ein Kleid oder einen Rock trug. Sollte ich es wagen und Peter überraschen? Irgendwie traute ich mich nicht und entschloss mich für einen Kompromiss: meinen Perlen-Tanga. Nicht wirklich Unterwäsche, aber definitv mehr als nichts. Außerdem passte der Tanga perfekt zu meinem Schmuck.

Voller Vorfreude machte ich mich auf den Weg ins Hotel nach Baden. Mein Herz schlug mir bis zum Hals als ich die zwei Stockwerke erklomm, nicht nur wegen der körperlichen Betätigung. Um 11:05 Uhr blieb ich vor Zimmer 207 stehen und atmete noch einmal kurz durch. Leise klopfte ich an die Tür und hielt den Atem an. Mit seinem herzlichen Lächeln im braun gebrannten Gesicht öffnete Peter die Hotelzimmertür und bat mich herein. „Lass dich einmal ansehen“, sagte er und trat ein paar Schritte zurück. „Einfach nur schee“, gab er bewundernd in seinem bayrischen Dialekt zu. Er kam auf mich zu, umarmte mich und küsste mich zärtlich auf den Mund. „Es ist so schön, dich wieder zusehen“, flüsterte ich in sein Ohr und sog den Geruch seiner Haut ein. „Adventure“ von Davidoff war mein Lieblingsduft an ihm. Er löste sich aus unserer Umamrung und drückte mich sanft, jedoch auch bestimmt auf den Sessel hinter mir. „Schauen wir doch mal, wie es der schönen Patientin heute geht“, sprach er und nahm als erstes ein elektrisches Blutdruckmessgerät zur Hand. „Das ist aber nicht dein Ernst! Mit dem Ding willst du messen? Das ist doch viel zu ungenau! Diese Geräte zeigen immer einen etwas höheren Wert an!“, regte ich mich künstlich auf. Ich mochte es einfach lieber, wenn Peter die Blutdruckmanschette und das Stethoskop zur Hand nahm und vorher noch meinen Puls an meinem zarten Handgelenk fühlte. Doch das traute ich mich in diesem Moment nicht zu sagen. Stur und um auch ganz sicher Recht zu behalten, tippte ich mit meinem Fuß auf und ab, was ein rhythmisches Klappern meines Absatzes zur Folge hatte. Zusätzlich plapperte ich unaufhörlich während der Blutdruckmessung, um den Wert zu erhöhen. Peter nahm das alles gelassen hin und ließ sich von mir nicht provozieren. „138/85“, sagte er. „Siehst du, der stimmt sicher nicht“, antwortete ich schmollend. „Na das werden wir später noch mal kontrollieren“. Er entfernte das Messgerät von meinem Handgelenk und legte behutsam zwei Finger an meine Ateria radiales. Mein Puls dürfte etwas schneller gewesen sein, da mein Doc mich fragte, ob ich aufgeregt oder gar erregt war. „Nein, verärgert“, gab ich trotzig aber durch die Pulsmessung schon etwas besänftigt zurück. Gekonnt ignorierte er mein zickiges Verhalten. „Vielleicht hat die Lana ja auch erhöhte Temperatur, das würde die dezente Tachykardie erklären“ meinte er und grinste mich dabei unverfroren an. „Nein, mir ist einfach nur so heiß, draußen hat es immerhin auch 30° C.“, entgegnete ich ihm. „Na dann zieh doch einfach das Kleid aus, wenn dir so heiß ist“, und wieder schmunzelte er mich an. Ich konnte gar nicht anders und grinste zurück. Langsam war es an der Zeit, sein Spiel mitzuspielen. Mehr brave, gehorsame Patientin und weniger renitente Lana. Also stand ich auf, schlüpfte aus den dünnen Trägern und streifte das Kleid ab, bis es auf dem roten Teppichboden landete. Meine schwarzen Riemchensandalen hatte ich anbehalten und stieg aus dem Kleid. Beulte sich da etwa was in seiner Hose? Meinem Privatarzt schien zu gefallen, was er sah. Er geleitete mich zum Bett und zwang mich mit sanften Druck in eine liegende Position. Ich lag auf dem Rücken und er setzte sich zur mir an die Bettkannte. Er ließ seinen Blick über mich schweifen und legte seine Hand auf meine Stirn. „Du fühlst dich nicht unbedingt warm an, aber messen wir sicherheitshalber nach“. Mehr musste er gar nicht sagen und schon begann es in meinem Inneren vor Vorfreude zu kribbeln. Am Nachkästchen lagen schon die Thermometer und das Gleitgel bereit. Mit dem Glasthermometer in der Hand zog er mir den Perlentanga aus. „Wie will denn die Lana heute gemessen werden?“, fragte er mich zu meiner großen Überraschung. „Auf deinem Schoß“, nuschelte ich und die Schamesröte stieg mir ins Gesicht. „Wie war das?“, fragte er nach. Ich wusste nicht, ob er mich wirklich nicht verstanden hatte, oder ob er einfach nur noch einmal die Worte aus meinem Mund hören wollte. „OTK“, sagte ich, diesmal etwas deutlicher und wagte es, ihn dabei anzusehen. OTK war die gängige Abkürzung für „over the knee“, also englisch für über das Knie. Dieses Akronym kannten wir beide aus einem Erotikforum.

Nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen, hatte er verstanden, was ich von ihm wollte und das sicherlich schon beim ersten Mal. „Na dann komm mal her“. Zögerlich legte ich mich über seinen Schoß. Mir war das schon sehr peinlich. Ich fühlte mich klein und unterlegen, aber doch auch sicher bei ihm und genau diese Mischung schien auf mich erregend zu wirken. Schon spürte ich, wie er mit einer Hand meine Pobacken etwas spreizte und den kalten Fremdkörper einige Zentimeter tief in mich einführte. Ich war bereits feucht und merkte, wie ich von Minute zu Minute geiler wurde. Während der Messung sprach er ganz ruhig und lieb mit mir und sah immer wieder mal auf das Thermometer. Zwischendurch musste ich ein paar Mal niesen und so unbekleidet, fröstelte es mich nun ein bisschen.

Mit einer zügigen Bewegung entfernte er das Fieberthermometer aus meinem Po. „37,7°C“, las er ab. Wie auch auch am Tag zuvor, war das für meinen Doc Grund genug, mir ein Fieberzäpfchen zu stecken. Während er nach seiner Arzttasche griff, blieb ich über seinem Schoß gebeugt liegen und konnte deutlich seine Erekton unter mir spüren. Er hatte den „Torpedo“, wie er Zäpfchen gerne nannte, bereits ausgepackt. Schon im nächsten Moment spürte ich den kleinen Eindringling an meinem Hintertürchen, gefolgt von Peters Zeigefinger. Etwas länger als notwendig ließ er seinen Finger in mir. Vorsichtige tastete er nach dem „Supp“ bis es geschmolzen war. Mir war noch immer kalt und klapperte deswegen mit den Zähnen. „So, und jetzt legt sich die Lana wieder ordentlich ins Bett, damit ich sie schön zudecken kann“. Daraufhin zog sich Peter bis auf die Unterwäsche aus und kuschelte sich zu mir. Er hielt mich zärtlich im Arm und strich mir immer wieder liebevoll übers Gesicht. Hin und wieder gab er mir einen Kuss auf die Wange.

Ich muss wohl kurz eingedöst sein, denn als ich meine Augen wieder öffnete, lag Peter nicht mehr neben mir. Im Badzimmer hörte ich das Wasser rauschen. Kurz darauf kam mein Doc mit einem gut gefüllten Irrigator-Set zurück. Mit vor Schreck aufgerissenen Augen starrte ich ihn an. Noch bevor er irgendetwas sagen konnte, setzte ich schon an: „Nein, nein, nein! Ganz sicher nicht.“ „Doch, doch, doch“, widersprach er mir und stellte seine Gerätschaft auf dem Nachtkästchen ab. „Peter bitte, ich will keinen Einlauf bekommen“, flehte ich ihn an. „Lana, der wird dir guttun. Spült alle Krankheitserreger einfach aus dir raus.“ Ich glaubte noch, ein letztes Ass im Ärmel zu haben. „Aber das Zäpfchen kann dann nicht wirken, wenn du mir jetzt einen Einlauf verpasst“. Ich hatte mich bereits im Bett aufgesetzt und lehnte mich mit einem triumphierenden Lächeln zurück. „Süße Lana! Um das Zäpfchen brauchst du dir keine Gedanken mehr machen, denn du hast etwas über eine Stunde geschlafen.“ Was? Wirklich? Wieso hast du mich so lange schlafen lassen?“ fuhr ich ihn an. „Ich wollte doch ganz viel WE mit dir machen“. „Es war einfach so schön, dich im Arm zu halten“, antwortete er. Daraufhin war ich erst mal sprachlos und somit war mein Schicksal besiegelt.

Einläufe erhielt mich immer im Vierfüßlerstand, zumindest solange ich es tolerieren konnte. Widerwillig begab ich mich also in diese Positon. Peter breitete ein flauschiges Handtuch unter mir aus und begann, alles weitere vorzubereiten. Schon bald spürte ich seinen Finger, der mein Poloch eincremte und vorsichitg in mich eindrang. Während ich meinen Hintern weiter brav nach oben streckte, wurde auch das Darmrohr schön gleitfähig gemacht. Das lange Ding schreckte mich schon längst nicht mehr ab. Im Gegenteil. Es war viel besser zu ertragen, wenn die Flüssigkeit etwas weiter oben im Darmabschnitt eingebracht wurde, als gleich hinter dem Schließmuskel. Und auch der Erfolg der Darmspülung war „durchschlagend“. Gekonnt führte Peter also den langen, relativ dünnen Schlauch ein und schon bald floss warmes Wasser in mein Innerstes. Ganz am Anfang war das ja sogar noch ein bisschen angenehm. Die wohlige Wärme von Innen. Nach zirka einem halben Liter stellte sich bei mir schon ein drückendes Gefühl ein, aber es war noch zum Aushalten. Einen weiteren Viertelliter später setzten leichte Bauchschmerzen ein und ich musste mich auf die Seite legen. Nachdem der ganze Liter endlich eingelaufen war, hatte ich immer wieder Krämpfe, die ich veratmen musste. Unter dieser Prozedur hatte ich jegliches Zeitgefühl verloren und so musste ich meinem Doc vertrauen, dass er mich nicht all zu lange leiden ließ. Er entfernte den Schlauch und half mir, mich auf den Rücken zu drehen. So konnte er sich wieder zu mir ans Bett setzen und mir meinen Bauch massieren. Das war angenehm und half sehr gut gegen die immer wieder aufkommenden Koliken. Es war schön, von Peter so umsorgt zu werden. Ich muss zugeben, dass das zunehmende Druckgefühl auch etwas Positives hatte. Durch den stetigen Druck nach unten, dürfte auch die Durchblutung im Schambereich angeregt worden sein. Sowohl meine Schamlippen als auch meine Klitoris waren deutlich angeschwollen und die Nässe zwischen meinen Beinen wurde immer mehr und mehr. Doch als er mir ansah, dass ich es nicht länger aushielt, schickte er mich endlich ins Badezimmer, damit ich mich erleichterten konnte. Danach genoß ich eine lange heiße Dusche.

Nur mit einem weißen, kuscheligen Handtuch bekleidet, trat ich zu Peter auf den Balkon hinaus. Rauchend saß er im Hotelbademantel auf einem der Metallstühle und genoss die Aussicht. „Zieh dir was an, sonst erkältest du dich noch“, scherzte er. Ich machte ein paar Schritte zurück und ließ das Handtuch auf den Boden fallen ohne den Blick von ihm abzuwenden. Wieder lächelte er mich an. Kurzerhand schnappte ich mir sein Hemd, das sorgfältig über der Sessellehne hing und zog es an. Dann trat ich wieder auf den Balkon hinaus und setzte mich zu Peter an den kleinen Tisch. Er hatte in der Zwischenzeit eine Flasche Wein geöffnet und zwei Gläser bereitgestellt, jedoch noch nicht eingeschenkt. „Na, wie geht’s dir jetzt?“, fragte er mich. „Besser“, antwortete ich kaum hörbar. Trotzig wie ich nun einmal war, wollte ich ihm nicht gestehen, dass seine Behandlung erfolgreich war. „Du sprichst heute so leise. Was hast du gesagt?“, neckte er mich. „Dass es mir besser geht“, antwortete ich zickig und wollte schon nach der Weinflasche greifen, um uns beiden einzuschenken. Doch Peter kam mir damit zuvor und reichte mir ein Glas. Wir stießen miteinander auf uns und diesen herrlichen Tag an und genossen die vermutlich letzten Sonnenstrahlen dieses Sommers.

Was ist “weiße Erotik“?

Da der Begriff noch vielen unbekannt ist, folgt heute, passend zum „Tag der Reanimation“ eine kurze Erklärung. Einen Tag der „Weißen Erotik“ gibt es ja wahrscheinlich (noch) nicht.

„Weiße Erotik“, im Englischen „Medfet“, ist der Überbegriff für erwachsene Doktorspielchen. Darunter verstehe ich Rollenspiele und das Verwenden von Medizinprodukten. Ich bevorzuge eher harmlose Praktiken, wobei das natürlich auch Ansichtssache ist und spiele gerne realitätsnah. Das Setting muss nicht immer das Krankenhaus oder die Arztpraxis sein. Natürlich können Ärzte oder Krankenschwestern bei Bedarf auch Hausbesuche machen 😉

Manchmal kann Erste Hilfe nicht nur Leben, sondern auch einen Orgasmus retten

Überraschung beim HNO-Arzt: Teil II

Hier geht es zum ersten Teil der Geschichte…

Die nächsten drei Wochen vergingen wie im Flug. Der Ablauf war mittlerweile gut eingespielt. Hanna zog sich hübsch an und achtete auf zusammenpassende Unterwäsche. Die Infusionen ließ sie sich beinahe anstandslos verabreichen, nur bei den Vitaminspritzen zickte sie ein wenig herum, was dem stets so charmanten Miguel immer wieder ein verschmitztes Lächeln entlockte. Während der gesamten Behandlung flirteten sie miteinander, dass die Funken nur so sprühten. Zum Abschied gab es dann immer ein Küsschen auf jede Wange, wobei Miguel der zweiten Wange immer einen Hauch mehr Zärtlickeit schenkte und sich einen Augenblck länger an sie schmiegte.

Der letzte Behandlungstag war viel zu schnell gekommen. Hanna war spät dran und musste sich hetzen, um rechtzeitig in Miguels Ordination anzukommen. Unten auf der Strasse standen ein Rettungswagen (RTW) und ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) genau vor seinem Hauseingang. Halb in Alarmbereitschaaft nahm Hanna das Szenario im Vorbeifahren war, als zwei Sanitäter eine Trage ausluden und im dunklen Hauseingang verschwanden. Ums Eck hatte sie einen Parkplatz gefunden und hechtete die Stufen hinauf zur Facharztpraxis. Oben angekommen, stellte sie erleichtert fest, dass der Notfall wohl nicht in der HNO-Praxis stattgefunden hatte. Atemlos betätigte sie den Summer an der Tür und trat ein. Sie war überrascht, ein menschleeres Wartezimmer vorzufinden. Nicht einmal Miguels Sprechstundenhilfe schien heute da zu sein. Er trat aus einem Behandlungsraum hinaus und wollte sie gerade begrüßen, als ihm auffiel wie abgehetzt und vor allem kurzatmig sie an der Wand lehnte. „Alles ok mit dir?“, fragte er besorgt. „Ja, geht schon. Ich bin nur aus irgendeinem Grund wie eine Wahnsinnige die Stiegen rauf gesprintet, weil ich dachte, du hättest einen medizinischen Notfall hier oben.“ Ihr Herz hämmerte noch immer wie wild im Inneren ihres Brustkorbs. Miguel sah sie perplex an und wusste gar nicht, was sie meinte. „Unten vor deiner Haustür“, sie schnappte nach Luft, „stehen sowohl ein RTW als auch NEF“, berichtet sie und merkte, dass sich ihre Atmung nur langsam normalisierte. „Aso. Im Stock über mir hat ein Internist seine Ordination. Ich schätze mal, dass das der Einsatzort ist. Komm doch erst mal rein und setz dich auf die Liege. Du siehst irgendwie erledigt aus.“ Hanna schenkte ihm ein müdes Lächeln, bevor sie Platz nahm. „Ich bin einfach so gestresst im Moment“, gab sie zu. „Der neue Job und alles drum herum, ich hab das Gefühl, als würde ich das nicht mehr lange durchhalten.“, gestand sie ihm. Er nahm sie in den Arm und drückte sie kurz an sich. Draußen am Gang wurde es plötzlich laut, als sich die Sanitäter abmühten den übergewichtigen Patienten auf der Trage runter zu schleppen. „Ja, ja. Das waren noch Zeiten. Kannst du dich erinnern, als wir beide noch im Rettungsdienst aktiv waren?“ fragte sie, als ob sie plötzlich von neuer Energie durchflutet werden würde. „Ja, klar“, antwortete er prompt. „Ich hab dir übrigens immer noch nicht verziehen, dass du damals den Nachtdienst nicht mit mir gefahren bist.“, sagte er und sah ihr dabei tief in die Augen. „Was wurde damals eigentlich aus dir und diesem Notfallsanitäter, mit dem du die Nacht vebracht hast?, fragte er weiter nach und schien sie mit seinen Augen bereits auszuziehen. „Also, erstens haben wir nicht die Nacht zusammen verbracht, sondern hatten einen wirklich anstrengenden Dienst.“ Wir waren fast die ganze Nacht durchgehend unterwegs. „Und zweitens?“, fragte er schmunzelnd nach. „Kein zweitens. Wir waren für ungefähr ein Jahr ein Paar und danach haben wir uns wieder getrennt“, erklärte sie sachlich. „Und jetzt? Hast du keinen Rettungssanitäter mehr an deiner Seite?“, flüsterte er ihr schon fast ins Ohr und war ihr so nah wie noch nie. „Nein“, stotterte sie. „Jetzt habe ich keinen Sanitäter mehr an meiner Seite“, antwortete sie kaum hörbar. Allein durch seine Nähe beschleunigte sich ihr Puls fühlbar. Unbewusst hielt sie den Atem an. Spätestens jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, ihn nach seinem Ehering zu fragen. Aber Hanna wollte es in diesem Moment gar nicht wissen. Plötzlich spürte sie seinen warmen, weichen Mund und erwiderte seinen zärtlichen Kuss. Mit beiden Händen hielt er ihr Gesicht fest, während seine Zunge ihren Mund erforschte. Sie fühlte sein Verlangen, seine Leidenschaft. Sie wusste einfach, dass er sie wollte. Hier und jetzt. Sie haderte mit ihrem Gewissen, konnte sie tatsächlich mit einem verheirateten Mann schlafen? Doch wie von selbst strichen ihre zierlichen Hände durch sein leicht gewelltes Haar. Sie konnte gar nicht lange darüber nachdenken. Miguel und Hanna hielten einander fest umschlungen und bedeckten sich gegenseitig mit gierigen Küssen. Ihr Gewissen wurde damit nun endgültig zum Schweigen gebracht. Seine Hand wanderte langsam ihren Rücken hinab. Geschickt öffnete er ihren BH durch ihre Bluse bevor er ihren Po zärtlich streichelte. Einen Augenblick lang sahen sie sich tief in die Augen bevor die brennende Lust von ihren beiden Körpern Besitz nahm. In der Hitze des Gefechts rissen sie sich gegenseitig die Kleider vom Leib, die überall auf dem Boden verstreut landeten. Mit seinen kräftigen Händen umfasste er ihren Po und hob sie hoch. Hanna schlang ihre langen Beine um sein Becken und spürte dabei wie sich seine Erektion gegen den Spitzenstoff ihres Tangas presste. Er hingegen fühlte deutlich die feuchte Wärme in ihrem Schritt. Mit einem sanften Ruck setzte er sie auf der Untersuchungsliege ab. Routiniert griff er hinter sich in die oberste Lade eines schmalen Regals und brachte ein Kondom zum Vorschein. Hastig schob er die Boxershort nur weit genug nach unten, um an sein bestes Stück heran zukommen. Mit einer Hand hielt er ihren Nacken fest, während er sie leidenschaftlich küsste. Mit der anderen schob er den Tanga beiseite und drang in sie ein. Beide stöhnten auf, als wäre nun endlich das passiert, was ihnen beiden bestimmt war. Hanna rutschte mit ihrem Becken etwas nach vorne und umklammerte Miguels Körper mit ihren Beinen. Sie hielt sich an seinen Schultern fest und zog ihn noch näher zu sich heran. Er war so tief in ihr, dass sie glaubte, jeden Moment zu zerspringen. Im Rhythmus ihrer beiden Körper schienen sie sich zu vereinigen bis sie in einem gigantischen Feuerwerk der Lust zu explodieren drohten. Hannas Wände zuckten unkontrollierbar und melkten Miguel auf eine Art und Weise, dass er fürchtete, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Atemlos und von Endorphinen durchflutet lehnte Miguel sich an Hanna an. Mit seiner rechten Hand liebkoste er ihren Oberschenkel. Dabei fiel ihr sein Ehering erneut ins Auge. Schamesröte stieg ihr ins Gesicht und sie wendete sich von ihm ab. Miguel wusste instinktiv sofort was los war. „Ich werde es dir bald erklären. Es ist kompliziert. Aber bitte, versprich mir, dass wir uns Wiedersehen“, flehte er und küsste das kleine Muttermal über ihrem Knie. Sie brachte nur ein stummes Nicken zustande, bevor sie sich wieder anzog. Genau in diesem Moment klingelte es an der Tür. Auch Miguel war wieder vollständig angezogen. „Ich erwarte noch eine Patientin“ erklärte er ruhig. „Ich ruf‘ dich nachher an, einverstanden?“, fragte er hoffnungsvoll und gab ihr einen innigen Abschiedskuss, den sie erwiderte. Auf dem Weg nach draußen kam ihr eine hübsche, langbeinige Blondine entgegen. Im Vorübergehen schien sie Hanna mit einem wissenden Blick zu mustern. Schlagartig wurde ihr etwas klar: sie war vermutlich nur eine von Vielen.


ENDE

Der Spieleabend III

Hier geht es zu „Der Spieleabend II“…

Emily konnte ihrer Schwester kaum etwas abschlagen Obwohl sie gleich alt waren, fühlte sie sich immer ein bisschen für Sofia verantwortlich. „Du, ich würde so gern duschen gehen und mir die Haare waschen. Ich hab so viel geschwitzt letzte Nacht, ich fühl mich so nicht wohl. Würdest du mir bitte helfen?“ Mit großen Rehaugen sah sie ihre Zwillingsschwester an. Emily überlegte kurz und betrachtete Sofias lange blonde Mähne. Sie mussten schon in einer Stunde beim Arzt sein, das würde knapp werden. Aber wir immer gab Emily nach. „Na gut, aber vorher messen wir noch mal deine Temperatur. Wenn du Fieber hast, musst du aufs Haare waschen verzichten, dann gibt’s nur eine schnelle Dusche“, bestimmte Emily. Sie nahm das Fieberthermometer zur Hand, das noch immer am Nachtkästchen lag. Sofia nahm es entgegen und klemmte es sich unter den Arm. Wohlwissend, dass Dr.Bach nachher sicherlich rektal nachmessen würde, ließ es Emily damit gut sein.

Nach fünf Minuten verlangte Emily das Messinstrument zurück. Ohne einen Blick darauf zu werfen gab Sofia es ihrer Schwester. Da Sofias Temperatur im Moment 37,3°C betrug, war die Haarwäsche genehmigt. Um ihren Kreislauf zu schonen, bat Emily ihre Zwillingschwester, sich einfach in die Badewanne zu setzen. So konnte sie ihr auch leichter bei der Haarwäsche behilflich sein. Nach dem Duschen föhnte sie ihr noch ausgiebig die langen Haare trocken und brachte ihr frische Sachen zum Anziehen aus ihrem Schrank. So frisch geduscht sah Sofia schon viel besser aus. Leider hatte nun Emily selbst keine Zeit mehr, sich zu duschen. Sie steckte ihre ebenfalls langen Haare zu einem lässigen Dutt zusammen, schlüpfte schnell in die Jeans von gestern und zog einen Kapuzenpulli über. Als sie sich im Vorzimmerspiegel betrachtete, gefiel sie sich überhaupt nicht. Sie sah ziemlich müde von aus. Sobald sie zurück war, würde sie ein schönes Schaumbad nehmen.

In der Praxis angekommen, meldete Emily ihre Schwester bei der Sprechstundehilfe an, nachdem Sofia bereits im Wartezimmer Platz genommen hatte. Emily hatte gar keine Zeit mehr gehabt, zuhause aufs WC zu gehen und wollte das schnell nachholen. Währenddessen wurde Sofia immer nervöser. Der Geruch von Desinfektionsmittel stieg ihr in die Nase und ließ sie innerlich erschaudern. Ihre Handflächen waren schon ganz feucht und sie wünschte sich, sie wäre nicht hierher gekommen. Immerhin ging es ihr ja auch schon besser als gestern Abend. Als sie aufgerufen wurde, bekam sie es mit der Panik zu tun. Doch gleichzeitig kam ihr ein rettender Einfall. Sie stand auf und ging ins Untersuchungszimmer. „Meine Schwester Sofia ist noch schnell auf die Toilette gegangen, sie ist bestimmt gleich wieder hier“,begrüßte sie Dr. Bach. „Geht schon in Ordnung, kommen Sie bitte herein. Ich nehme an, Sie begleiten Ihre Schwester?“ Mit einem Nicken setzte sie sich ihm gegenüber. Emily, die gehört hatte, dass ihre Schwester bereits aufgerufen wurde, beeilte sich und kam ins Untersuchungszimmer nach. Schließlich wollte sie ihre Schwester, die furchtbare Angst vor Ärzten hätte, nicht lange mit einem alleine lassen.

Sie setzte sich neben Sofia. „Ihre Schwester hat mir bereits erzählt, dass sie gestern hohes Fieber hatten. Leiden Sie noch unter irgendwelchen anderen Beschwerden?“ Verwirrt sah Emily Dr. Bach an, bis ihr dämmerte, was hier los war. „Nein, nein Herr Doktor, da liegt eine Verwechslung vor. Mir geht es gut, meine Schwester ist krank“, versuchte sie so ruhig wie möglich klar zu stellen, obwohl sie innerlich bereits kochte. Eingehend betrachtete er sich die beiden Schwestern an. Streng genommen, sah keine der beiden gesund aus. „Genau davor hat mich Ihre Schwester bereits vorgewarnt. Ich verstehe, dass sie Angst vor Ärzten haben, aber ich werde Ihnen alles erklären und möchte Ihnen wirklich nur helfen, bald möglichst wieder gesund zu werden“ antworte er, als würde er mit einem Kleinkind reden. „Sofia, sag ihm sofort die Wahrheit“, fuhr sie ihre Zwillingsschwester an und wurde vor Wut ganz rot ihm Gesicht. „Na, na, ganz ruhig meine Damen“, mischte sich der Allgemeinmediziner ein. Beruhigend legte er seine Hand um Emilys Handgelenk. Ihr Puls war sehr schnell aber regelmäßig. Ihre Haut fühlte sich ein wenig warm an. Emily versuchte sie ich noch einmal zu wehren: „ich bin nicht krank, sondern meine Schwester!“,entfuhr es ihr ein wenig zu schrill. „Hören Sie, Ihr Puls ist ganz schnell, Ihr Gesicht gerötet und Sie scheinen mir sehr aufgeregt. Lassen Sie mich erst mal Ihren Blutdruck messen und dann sehen wir weiter, einverstanden?“ Natürlich war sie überhaupt nicht einverstanden, aber was sollte sie in ihrer Situation sonst tun als nachzugeben? Während er ihr die Blutdruckmanschette anlegte, atmete sie tief ein und aus, um sich ein wenig zu fassen. „Bekommen Sie schlecht Luft?“, fragte Dr. Bach besorgt nach. „Nein!“, zischte sie ihn an und bereute ihren Fauxpas. „150/85, das ist nicht gerade ein normaler Blutdruck. Aber für sich alleine auch noch nicht besorgniserregend. Wir werden das nachher noch ein mal kontrollieren. Ich möchte jetzt erst mal bei ihnen Fieber messen, Ihre Schwester hat Sie sicherlich bereits darüber informiert, dass ich ein Verfechter der rektalen Methode bin?“, fragte er nach. Emily war unfassbar wütend auf ihre Schwester, aber immerhin würden sie alle in 5 Minuten wissen, dass nicht sie die Patientin hier war. Mehr oder weniger freiwillig legte sie sich seitlich auf die Untersuchungsliege und schob ihre Jeans und den Slip ein Stück nach unten. Dr. Bach hattet das Thermometer bereits mit Vaseline versehen um es schön gleitfähig zu machen. Unglücklicherweise hatte er etwas zu viel von der zähen Salbe aufgetragen und so rutschte das Thermometer gleich wieder aus Emilys Po heraus. „Das muss ich wohl besser festhalten“, kommentierte der Arzt dieses kleine Missgeschick und schob das Fieberthermometer resolut zurück an seinen Platz. Sicherheitshalber führte er es auch ein wenig tiefer ein als beim ersten Mal.

Emily ließ das alles wortlos über sich ergehen, da sie ja wusste, dass das ganze Theater gleich vorüber sein und sie dann mit ihrer Schwester ganz schnell die Rollen tauschen würde. Sofia, die zunehmend blasser wurde, lehnte schwach auf dem Sessel. Die warme Dusche, der Weg in die Praxis und diese kleine Scharade nahmen sie ganz schön in Anspruch. Dr. Bach merkte plötzlich, dass es der „echten“ Sofia nicht gut ging. Er wollte nur schnell ihren Puls tasten und ließ für einen Moment das Glasthermometer los. Dieses rutschte aus Emilys After raus und fiel zu Boden. Da war nichts mehr zu machen, das Thermometer war in viele kleine Einzelteile zerbrochen.

Emily sprang von der Liege und zog sich an. Sie machte einen großen Bogen um den Scherbenhaufen. „Schnell, helfen Sie mir Ihre Schwester auf die Liege zu legen“, ordnete Dr. Bach an. Während nun der Arzt bei Sofia den Blutdruck mas, kümmerte sich die Ordinationsassistentin um die Scherben am Boden. „120/80, das ist schon mal beruhigend. Aber sie glüht am ganzen Körper“, stellte er fest. Schon hatte er ein neues Thermometer zur Hand. „Sofia, können Sie sich auf die Seite drehen?“. Doch die Patientin war zu schwach und gab nur ein Stöhnen von sich. Emily eilte dem Arzt zu Hilfe. Als Sofia das kalte Glasthermometer an ihrem After spürte, riss sie erschrocken die Augen auf. „Nein, bitte nicht“, wimmerte sie. Doch Emily hatte diesmal kein Mitleid mit ihrer Zwillingsschwester und versuchte nicht, den Arzt von der Temperaturmessung abzubringen. Sofia schluchzte leise vor sich hin. Emily spürte in diesem Moment eine gewisse Genugtuung. Diesmal hatte Dr. Bach nicht zu viel Gleitcreme erwischt und konnte das Thermometer entspannt los lassen. „Emily, dann lassen Sie uns Ihre Temperatur noch mal kontrollieren, damit ich weiß ob ich es mit zwei Patientinnen oder einer Lügnerin zu tun habe.“

„Ich bin wirklich nicht krank, bitte glauben Sie mir einfach“, versuchte Emily den Arzt umzustimmen. Ein Blick von ihm genügte und ihr war klar, dass daraus nichts werden würde. Nachdem die Liege nun besetzt war, sah sie ihn fragend an. „Wir machen das schnell im Stehen. Lehnen Sie sich einfach gegen meinen Schreibtisch. Die Hose wieder ein Stück runter ziehen und die Beine bitte leicht spreizen.“ So unangenehm ihr das auch war, folgte sie trotzdem seinen Anweisungen. Diesmal nahm er ein Digitalthermometer zur Hand. Er zog ihre festen Pobacken auseinander und führte zügig das Messinstrument ein. Schon nach etwa einer halben Minute ertönte ein Piepton und Dr. Bach entfernte in einem Ruck das Thermometer. „37,1°C, das ist eine normale Körpertemperatur, Sie sind also raus aus dem Schneider“, sagte er. Emily durfte sich wieder anziehen und nahm nun auf dem Sessel Platz. Mittlerweile war es Zeit auch Sofias Temperatur abzulesen. Diesmal zog Dr. Bach das Thermometer ganz langsam in drehenden Bewegungen aus Sofias Po. „39,7°C, da werde ich gleich einen Zugang legen und ihr etwas Fiebersenkendes verabreichen, erklärte der Arzt. Gründlich inspizierte er ihre Arme, um eine geeignete Vene ausmachen zu können, noch bevor er alles herrichtete. Sofias Hände waren eiskalt, wahrscheinlich würde das Fieber noch weiter ansteigen. In den Ellenbeugen konnte er ebenfalls keine gute Vene finden. Da er ihr rasch helfen wollte, entschied er sich für die Gabe eines Paracetamolzäpfchens. Sofia lag noch immer mit heruntergezogener Hose vor ihm. Er zog sich ein ein Paar Latexhandschuhe an und nahm das große Suppositorium aus dem Medikamentenschrank. Da ihr Anus noch gut eingecremt war, musste er das Zäpfchen nicht noch zusätzlich bestreichen, es würde ganz leicht seinen Weg nach innen finden. Mit Daumen und Zeigefinger zog er ihre Pobacken auseinander und setzte mit der anderen Hand das Zäpfchen an ihrer Rosette an. Sofia erwachte wieder aus ihrem leichtem Dämmerschlaf und versuchte sich zu wehren. „Ganz ruhig, Sie müssen nur kurz still halten“, redete er beruhigend auf sie ein. Sein Finger schob das Suppositorium vorsichtig durch den engen Schließmuskel ganz tief in sie hinein. Dabei tastete er auch gleichzeitig ihren Enddarm aus und stellte fest, dass Sofia dringend einen Einlauf benötigte. Hoffentlich würde das Zäpfchen trotzdem zumindest teilweise wirken können. Plötzlich klagte Sofia über starke Bauchschmerzen. Bevor Dr. Bach seine Patientin weiter untersuchen konnte, half Emily ihrer Schwester sich wieder anzuziehen. Nur die Hose ließ sie geöffnet, damit der Doktor den Bauch besser abtasten konnte. Nun untersuchte der Arzt gründlich Sofias Bauch. Am McBurney-Punkt schien sie besonders schmerzempfindlich zu sein. Sie stöhnte laut auf, als Dr. Bach an dieser Stelle herum drückte. „Ich vermute eine akute Appendizits bei Ihrer Schwester. Ich werde noch ein paar Untersuchungen durchführen müssen, bevor ich mehr sagen kann“, erklärte er an Emily gewandt.

„Sie meinen eine Blinddarmentzündung?“, fragte Emily besorgt nach. Dr. Bach nickte und bereitete gleichzeitig alles für die Blutabnahme vor. „Sofia, du musst jetzt ganz tapfer sein, du wirst ganz kurz gepiekst, damit wir wissen, was du genau hast“, erklärte sie ganz ruhig ihrer Schwester. „Nein, nein, bitte nicht!“, flehte Sofia und begann leise vor sich hin zu weinen. Emily strich ihr zärtlich übers Haar. „Wir machen nur einen Fingerstich, so kann ich die wichtigsten Parameter gleicht hier in der Ordination auswerten und wir müssen nicht erst auf das Ergebnis vom Labor warten. Der Arzt fackelte nicht lange, desinfizierte eine Fingerkuppe seiner Patientin und setzte die Einmallanzette an. „Klick“ und schon war der Fingerstich erledigt. „Au, au au!“, jaulte Sofia etwas verspätet auf. Während Dr. Bach mit der Blutprobe ins Nebenzimmer ging, machte sich Emily große Sorgen um ihre Schwester. Sollte sie operiert werden und somit ins Krankenhaus müssen, wäre das der absolute Horror für sie. Sofia schienen dieselben Gedanken durch den Kopf zu gehen, sie war ganz bleich vor Angst. Dr. Bach kam mit den Ergebnissen zurück. „Im Blut sieht man eine deutliche Leukozytose, der CRP-Wert ist allerdings nur leicht erhöht. Ich möchte noch einen Ultraschall durchführen und dann werde ich entscheiden, ob eine Krankenhauseinweisung notwendig ist“, erklärte er. Emily hatte zwar nur die Hälfte verstanden, aber sie wollte noch die Sonographie abwarten. Nachdem Dr.Bach das kalte, glitschige Kontaktgel aufgetragen und eine ausführliche Rundfahrt auf Sofias Bauch durchgeführt hatte, fasste er das Ergebnis seiner Untersuchung zusammen. „Wie ich bereits erklärte, die weißen Blutkörperchen sind erhöht, das spricht auf jeden Fall für ein entzündliches Geschehen im Körper. Der CRP-Wert, ebenfalls ein Entzündungsparameter, ist nur leicht erhöht, was jedoch nicht sehr aussagekräftig ist, da ausgerechnet dieser Wert oft etwas länger braucht, um massiv anzusteigen. Im Ultraschall lässt sich der Appenix, also der Wurmfortsatz, verdickt darstellen. Alles in allem, würde ich sagen, dass eine OP angezeigt ist, jedoch muss das letztendlich ein Chirurg entscheiden. Ich werde also sofort die Einweisung ins Krankenhaus veranlassen. Haben Sie noch irgendwelche Fragen?“ So in etwa 100, dachte sich Emily. „Gibt es denn keine andere Möglichkeit? Sofia hat wirklich große Angst vor Ärzten und ich weiß nicht, wie sie mit einem Krankenhausaufenthalt klar kommen würde.“ Dr. Bach schien kurz zu überlegen. „Eine Alternative würde es da schon geben, aber dafür müssten Sie mir als erstes einen Revers unterschreiben, dass Sie die stationäre Aufnahme ins Krankenhaus ablehnen und die daraus resultierenden gesundheitlichen Risiken selbst tragen.“, erklärte er an Sofia gewandt. „Ja natürlich, alles was Sie wollen“ antwortete sie schwach. „Zweitens, muss sich eine zuverlässige Person rund um die Uhr um die Patientin kümmern“, dabei sah er Emily an. „Selbstverständlch, Herr Doktor. Ich kann mir frei nehmen, beziehungsweise auch von zuhause arbeiten“, lautete ihre Antwort. „Und drittens“, fuhr er fort. „Sofia wird einige hohe Einläufe über sich ergehen lassen müssen, strenge Diät halten und ich werde einmal täglich vorbei kommen und ihr zwei verschiedene hoch dosierte Antibiotika verabreichen. Sollte es zu einer Verschlechterung kommen, muss Sofia umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das ist eine ziemliche Verantwortung. Können Sie sich das vorstellen?“ Auch wenn Emily noch sauer auf Sofia war, wegen der Show, die sie vorhin abgezogen hatte, wollte sie alles tun, damit es ihr schnell besser ging und um ihr den Krankenhausaufenthalt zu ersparen. „Ich werde alles machen, was Sie von mir verlangen, Herr Doktor“ versprach Emily und meinte es auch so.

Die Gretchen-Frage – Teufels Küche II

Nachdem ich selbst länger krank war, hat der nächste Teil der Geschichte etwas auf sich warten lassen. Sorry dafür! Jetzt gehts mir ja auch wieder gut und ab Mittwoch habe ich wieder mehr Zeit zum Schreiben!

Schönen Abend,

Lana

Als Margarete aus dem Behandlungsraum geführt wurde, döste vor sich hin und schien nichts von der Welt um sie herum mit zu bekommen. Eine grüne OP-Haube verdeckte ihr seidiges, braunes Haar und ließ sie noch blasser aussehen. Heinirch war sofort zur Stelle und nahm ihre eiskalte Hand. Sie hatte immer noch den Zugang in der Ellenbeuge und wurde darüber weiterhin mit Flüssigkeit und Schmerzmitteln versorgt. Um den anderen Arm war eine Blutdruckmanschette angelegt. Aus dem gemusterten OP-Hemd schauten Kabeln hervor, die zu den EKG-Elektroden gehörten. An ihrem rechten Ringfinger steckte der Fingerclip, der den Puls und die Sauerstoffsättigung registrierte. Zu Margaretes Füßen war ein Transportmonitor an der Liege angebracht, der leise vor sich hin piepte. Heinrich konnte gar nicht anders, als sich die Vitalparameter anzusehen. Zum Glück schien Gretchens Zustand momentan stabil zu sein. Wie ernst die Lage tatsächlich war, konnte Heinrich nur erahnen. Zugedeckt mit einem weißen Krankenhauslaken wirkte Gretchen klein und zerbrechlich, wie sie so da lag. Zärtlich strich er über ihre Wange. Für Gretchen schien diese Berührung von unendlich weit her zu kommen und auch die Stimme, die warmherzig zur ihr durchdrang, hörte sich wie aus großer Ferne an. Doch sie erkannte, dass es Heinrich war, der sie berührte und mit ihr sprach. So gerne hätte sie seinen Namen gerufen, aber ihre Stimme war wie erstickt. Nicht einmal ein Flüstern brachte sie über ihre Lippen. Sie schaffte es nicht, die Augen zu öffnen. Zu tief wurde sie in diese dunkle, jedoch warme Welt gesogen, in der alles weich und flauschig war. Nichts war grell oder laut und nichts tat ihr weh.
„Bitte Vera, ich flehe dich an! Sag mir, was los ist! Ich werde hier noch wahnsinnig!“, wandte sich Heinrich an die Ärztin. „Heinrich, du weißt, ich kann nicht. Wir müssen jetzt wirklich weiter in den OP“, antwortete sie bereits im weitergehen. Mit quietschenden Schuhen fuhren Schwester Gabi und ein OP-Gehilfe mit Margarete zum Aufzug. Heinrich wollte einsteigen und mit rauf fahren, bis zur OP-Schleuse. Doch Schwester Gabi hielt ihn davon ab. „So leid es mit tut, Herr Dr. Bach, aber ab hier ist der Zutritt nur für Personal erlaubt“. Am liebsten hätte er Margarete in seine Arme geschlossen und einfach nur fest gehalten. Stattdessen gab er ihr einen liebvollen, sanften Kuss auf ihre Wange und ließ langsam ihre Hand los.
Als sich die Aufzugtüren hinter ihm schlossen, fühlte es sich für ihn an, als hätte ihm jemand einfach sein Herz herausgerissen. Eine tiefgehende Leere erfasste ihn und erfüllte ihn mit unsagbarer Traurigkeit. Die Sorgen um Gretchen raubten ihm fast die Luft zum Atmen. Sein Instinkt wollte ihn an die frische Luft schicken, doch er wollte unbedingt hier sein, wenn Margarete aus dem OP-Saal zurückkam. Obwohl sie gerade erst dorthin gebracht worden war und die OP wahrscheinlich noch gar nicht begonnen hatte, kam es ihm wie eine Ewigkteit vor, dass er Margarete zuletzt gesehen hatte. Heinrich hatte keine Ahnung, wie lange Gretchens Operation dauern würde, aber er wusste, dass ihm die Wartezeit endlos lang erscheinen würde. Unruhig wanderte er auf dem Gang auf und ab.
Ums Eck fand er einen Wartebereich mit ein paar bequemeren Stühlen und auch einem Kaffeeautomaten. Daneben hing eine große Uhr, die endlos langsam die Minuten verstreichen ließ. An der anderen Wand hing ein großer Bildschirm, über den stumm irgendein Film lief. Wer würde sich in solch einer Situation hierhinsetzen und sich tatsächlich einen Film ansehen, fragte sich Heinrich, der die ganze Zeit über nur an sein Gretchen denken konnte. Zwischendurch schlichen immer wieder böse Gedanken in seinem Kopf herum. Was ist, wenn etwas schief geht oder sie die Narkose nicht verträgt? Plötzlich fielen ihm alle möglichen Komplikationen ein, die eine Operation mit sich brachte. Normalerweise beschwichtigte er seine Patienten immer und erklärte, dass es nur selten zu außerordentlichen Vorfällen kam, die man nicht kontrollieren konnte. Dass alles Routine war. Aber nun war alles anders. Nun stand er auf der anderen Seite und sein Kummer war so schwer wie Blei. Er fürchtete um Gretchens Leben, als ob er um sein eigenes bangen würde. Schlagartig wurde ihm bewusst, warum er so in Sorge um sie war. Er liebte sie.

Zwischenzeitlich lag Gretchen schon auf dem OP-Tisch und wandelte durch die wohlige Dunkelheit bis sie sich auf einmal in Michaels Wohnung wieder fand.
Sie war da, um ihren Laptop abzuholen, den er für sie repariert hatte. Nach ihrer Trennung vor ein paar Monaten waren sie Freunde geblieben. „Und wie siehts aus? Läuft er wieder?“, erkundigte sich Gretchen nach dem Zustand ihres MacBook Air. „Ja, er läuft wieder. Dein Speicherplatz war schon fast aufgebraucht, um dieses Problem habe ich mich auch gekümmert. Bei der Gelegenheit habe ich auch deinen Verlauf gecheckt. Interessant, auf welchen Seiten du so surfst“, stellte er mit finsterer Miene fest. Gretchen lief knallrot an. Nun war er schließlich doch hinter ihr Geheimnis gekommen. Daran hätte sie wohl früher denken müssen, dass ein IT-Spezialist einen Laptop wie ein offenes Buch lesen kann. Eigentlich hätte sie wütend sein müssen, über die Verletzung ihrer Privatsphäre, doch in diesem Moment schämte sie sich zu sehr, um irgendetwas zu sagen. „Das war es also, was du jeden Abend „recherchiert“ hast“, sagte er mit düsterer Stimme. Obwohl er keinen Streit provozieren wollte, konnte er nicht anders. Die Frustration der letzten Monate sprudelten aus ihm nur so heraus. Da ihr nichts Besseres einfiel, versuchte sie alles zu leugnen. Die Wahrheit würde er ohnehin nicht verstehen. „Ich weiß nicht, wovon du sprichst“, behauptete sie steif und fest. „Gretchen, das weißt du also nicht?“, fragte er mit einem süffisanten Unterton. „Vielleicht sollte ich dich dann lieber Bambi nennen? Spöttisch sah er sie an. Margarete verlor ihre Fassung, die sowieso nur eine Fassade gewesen war. „Du hast meinen Account gehacked??? Sag mal spinnst du? Das ist doch illegal, dafür könnte ich dich anzeigen!“, fuhr sie ihn an. „Nicht, wenn du überall dasselbe Passwort verwendest. Und übrigens, Espana2020 ist kein sicheres Passwort“, schrie er zurück und funkelte sie mit seinen dunklen Augen böse an. „Ich bin dir keine Rechenschaft mehr schuldig. Ich nehme jetzt meinen Laptop und gehe!“ Zielsicher stürmte sie auf die Eingangstüre zu. Michael baute sich in voller Körpergröße vor ihr auf und versperrte ihr den Weg. Er überragte sie um gut dreißig Zentimeter. Michael war auch durchtrainiert und so wusste Gretchen, gab es für sie momentan kein Entrinnen. „Komm, ich möchte dir etwas zeigen“, sprach er deutlich versöhnlicher und nahm ihre Hand. Widerwillig folgte sie ihm ins Schlafzimmer. In der Mitte des frisch bezogenen Bettes lag an ein Stethoskop. Gretchen erkannte natürlich sofort die Marke sowie das Modell, sagte jedoch zunächst nichts. Gespannt wartete er ihre Reaktion ab. „Du stehst also auf Doktorspielchen“ eröffnete Michael das Gespräch. Seine Ex-Freundin gab ihm auf diese Feststellung keine Antwort. Erst jetzt fiel ihr auf, dass er ein weißes Poloshirt trug, was normalerweise nicht sein Stil war. Er griff nach ihrem Handgelenk und versuchte ihren Puls zu tasten. Tollpatschig fummelte er an ihrem Handgelenk herum. Obwohl er den Radialispuls nicht ertastet hatte, meinte er: „Du scheinst ein wenig nervös zu sein, vielleicht sollte ich dich besser Askultieren“. Er lächelte sie an. Michael war sichtlich bemüht, aber Margarete verstand nicht, was er von ihr wollte. Machte er sich etwa lustig über sie? Zog er ihren Fetisch für weiße Erotik ins Lächerliche? „Michael, was soll das alles?“, fragte sie und massierte sich währenddessen ihre Schläfen. „Ich habe einiges über weiße Erotik gelesen und ich habe mir gedacht, wir könnten das doch einfach mal ausprobieren. Ich will dich nicht verlieren! Ich liebe dich noch immer!“, platzte es aus ihm heraus. „So einfach ist das alles nicht“, versuchte sie ihn abzuwehren. „Du hast wohl schon einen Neuen? Diesen Doc4Real wahrscheinlich, oder?“, ging er erneut auf sie los. „Nicht, dass es dich etwas angeht, aber ich habe keinen neuen Freund. Ich will jetzt wirklich gehen“, beharrte Gretchen, doch Michael ließ nicht locker. „Bitte, Gretchen! Ich will es versuchen! Lass mich dein Hobby-Arzt sein!“ Oh Gott, dachte Gretchen. Der macht das ja total furchtbar! So hätte ich mir das im Leben nicht vorgestellt. Irgendwie tat er ihr auch leid. Er bemühte sich wirklich. Aber wo waren diese Bemühungen und dieses Verständnis vor ein paar Monaten gewesen? Sanft führte Michael Gretchen zum Bett und brachte sie dazu, sich hinzulegen. Langsam öffnete er die oberen Knöpfe ihrer Bluse. Dann griff er nach dem Stethoskop, um sich möglichst umständlich die Oliven in seine Ohren zu stecken und das auch noch verkehrt herum. Ungeachtet ihrer Anatomie legte er die kalte Membran an irgendeiner x-beliebigen Stelle ihres Brustkorbes auf. Gebannt lauschte er, um Gretchens Herzschlag zu hören. Doch eigentlich hörte er nichts. Unbeirrt machte er weiter. „Dein Herz klopft ganz schön schnell, das muss ich mir mal genauer anhören“, meinte er, legte das Stethoskop zur Seite und bettete seinen Kopf auf ihrem weichen Busen. Alles was sie noch sah, war sein volles, braunes Haar. Unwillkührlich sog sie seinen Duft ein. Er roch so verdammt sexy. Sie konnte es nicht beschreiben, er roch einfach nach Michael. „Ohne BH geht es sicher besser“, schlug er vor und schob das Stückchen Stoff gekonnt zu Seite. Margarete fragte sich gerade, warum sie sich das antat. Die Beziehung war vorbei und nicht wieder zu kitten. Außerdem traf sie sich mit Heinrich und mit ihm machten die Doktorspielchen richtig Spass. Hingebungsvoll liebkoste Michael ihre Brustwarzen, was ihr ein lustvolles Stöhnen entlockte und sie aus ihren Gedanken riss. Ach ja, deswegen! Mit einer Hand öffnete er die restlichen Knöpfe ihrer Bluse. Er küsste ihren Bauch und verschwendete keine Zeit. Rasch knöpfte er ihre Jeans auf und griff wieder nach dem Stethoskop. „Soll der Onkel Doktor mal hören, was in deinem Höschen so abgeht?“, fragte er mit einem verschmitzten Grinsen. „Oh Gott; nein!“,rief sie eine Spur zu laut. Michael sah sie perplex an. Leg das Ding weg und bring es endlich zu Ende, dachte sich Gretchen, die diese Mitleidsnummer nur mehr hinter sich haben wollte. Margarete setzte ein honigsüßes Lächeln auf und hauchte ihm ins Ohr: „ Leg‘ das Stehtoskop beiseite und verwöhn‘ mich mal so richtig, Herr Doktor“. Bei diesen letzten Worten hätte sie am liebsten lauthals los gelacht. Michael war dermaßen schlecht und überhaupt nicht überzeugend als Hobby-Doc, aber sie wollte trotzdem seine vergebenen Bemühungen belohnen. Vielleicht würde ein letztes gemeinsames Mal ihm helfen, endlich abzuschließen. Und einmal Sex mit dem Ex hatte doch schließlich jeder, oder?

Teufels Küche

Die Gretchen-Frage Teil III. Hier geht es zur Gretchen-Frage Teil II.

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„Nein, ich kann dir noch keine konkrete Verdachtsdiagnose nennen, aber gib akutes Abdomen als Einweisungsgrund an.“… „Wir brauchen keinen RTW, ich bringe sie höchst persönlich. Danke dir, alter Freund! Bis gleich!“

Schon dieses Telefonat war Heinrich nicht leicht gefallen. Das bevorstehende Gespräch mit Gretchen würde ihn einiges an Überwindung kosten. Völlig fertig lag sie im Bett und zwang sich zu einem Lächeln. „Machen wir weiter?“, fragte sie als ob nichts gewesen wäre. „Ja, wir machen weiter, mein Gretchen. Aber dafür fahren wir ins Krankenhaus.“, fiel er mit der Tür ins Haus. „Wie meinst du das?“, wollte sie von ihm wissen. „Ich würde dich gerne durchchecken lassen. Du hast ganz offensichtlich doch Bauchschmerzen und leichte Temperatur. Dazu die Übelkeit, das gefällt mir gar nicht.“ „Werden die dort eine Blutabnahme machen?“. „Ich denke, dass das notwendig ist, ja“, antwortete er ehrlich. Sie schien kurz zu überlegen. „Bleibst du bei mir?“, fragte sie mit zitternder Stimme und feuchten Augen.

„Ja, ich bleibe bei dir“, versprach er und drückte ihr einen beruhigenden Kuss auf die Stirn. „Also gut, dann fahren wir“. Es musste ihr tatsächlich schlecht gehen, dass sie so einfach ohne Widerrede mitkam, dachte er sich. Heinrich wollte ihr vorschlagen, ein paar Kleinigkeiten in eine Tasche zu packen. Jedoch verwarf er den Gedanken gleich wieder. Wenn er auch nur im Ansatz erwähnte, dass sie vielleicht im Krankenhaus bleiben musste, würde sich die Hinfahrt viel komplizierter gestalten. Wahrscheinlich würde sie dann überhaupt nicht mit ihm mitfahren wollen.

Vorsichtig half er ihr auf und nahm ihre Handtasche. Ungeschickt schlüpfte sie in ein Paar flache Sandalen. Heinrich half ihr dabei und schloss auch für sie die Wohnungstüre ab. Sie stützte sich auf ihn, um zum Lift zu gelangen. Die Fahrt vom 3. Stock nach unten kam ihr ewig lange vor. Die stickige Luft in der engen Kabine schien ihr die Kehle einzuschnüren. Unten angekommen, war ihr schwindelig und sie konnte sich nur noch mit viel Mühe auf den Beinen halten. Der erfahrene Mediziner stützte sie weiterhin und begleitete sie sicher zu seinem Wagen. Er half ihr hinein und legte ihr sogar den Sicherheitsgurt an. Mittlerweile war sie ganz blass und kaltschweißig. Er fühlte ihren rasenden Puls am Handgelenk. Jetzt hieß es, keine Zeit zu verlieren. Zum Glück war die Klinik, in der Heinrichs Freund Valentin arbeitete nur ungefähr eine Viertelstunde Autofahrt von hier entfernt.

Gekonnt manövrierte Heinrich den Wagen durch enge Gassen und den mittelstarken Nachmittagsverkehr. Eine Kreuzung überquerte er noch, obwohl die Ampel schon auf Rot umgeschaltet hatte. Margarete neben ihm hatte den Kopf an die Lehne gestützt und schien zu schlafen. „Gretchen, jetzt nicht schlafen, wir sind gleich da!“, ermahnte er sie. Langsam öffnete sie die Augen und sah ihn an. „Gut, schau nach vorne und erzähl mir, was du siehst!“, forderte er sie auf. „Häuser“, stammelte sie leise. „Und was noch?“, hakte er nach. „Autos“, war ihre einfache Antwort. „Weiter! Was siehst du noch?“. „Krankenwagen.“ „Ja du hast Recht mein Gretchen, das ist ein Krankenwagen“. Er sprach mit ihr, wie mit einem Kleinkind. „Wir sind schon da“, verkündete er und war erleichtert, dass sie weiterhin bei Bewusstsein war.

Mit quietschenden Reifen hielt er in der Einfahrt der Notaufnahme an. Er schnappte sich seine kleine Patientin und trug sie durch die automatische Schiebetüre in das Gebäude hinein. Auf halbem Weg kam ihm schon Valentin entgegen, der die beiden bereits erwartet hatte. „Leg sie gleich hier auf die Liege“ begrüßte Valentin seinen langjährigen Freund und Studienkollegen. „Wir bringen sie in die Eins, da ist schon alles vorbereitet. Grelles Licht blendete Gretchens Augen und es fiel ihr schwer, sie weiter geöffnet zu halten. „Ich bin Dr. Wagner, ich werde mich jetzt um Sie kümmern“, stellte sich Valentin bei seiner Patientin vor. „Haben Sie im Moment irgendwelche Schmerzen?“ „Ja, hier“; antwortete sie und zeigte auf ihren rechten Unterbauch. Heinrich kam mit in den Behandlungsraum und übernahm nun die für ihn sonst ungewohnte Rolle des besorgten Angehörigen. Was er über Margaretes Beschwerden wusste, hatte er Valentin bereits am Telefon mitgeteilt. Hilflos stand er neben der Liege und hielt Gretchens Hand, die seine fest umklammerte. Ein gutes Zeichen, dachte er sich. Sie sah ihn an und richtete ihre ganze Konzentration auf Heinrich. Sie merkte beinahe gar nicht, wie ihr ein EKG, eine Blutdruckmanschette und ein Fingerclip angelegt wurden. „Tachykardie bei 110, Blutdruck im Keller, Sättigung bei 95%“ rief eine Schwester. „Zugang legen, Notfallsblute abnehmen, Blutgruppe bestimmen und Volumen im Schuss“ ordnete Dr. Wagner an. Alles ging so unglaublich schnell, dass Margarete kaum spürte, wie ihr der venöse Zugang gelegt wurde. Erst als sie kurz hinsah, umklammerte sie Heinrichs Hand noch fester. Nachdem die Infusion angeschlossen worden war, dauerte es nicht lange und Gretchen schien es etwas besser zu gehen. Eine Krankenschwester nahm ein Ohrthermometer zur Hand, um bei Margarete Fieber zu messen. „Genau 38°C.“ teilte sie den Wert mit. „Vitalzeichen sonst gerade im Normbereich“, ergänzte sie. „Schön, dann machen wir mal etwas gegen die Schmerzen. Fürs erste 1g Paracetamol anhängen und Ultraschall vorbereiten. Dr. Wagner wollte schon das kalte Gel auf Margaretes Bauch verteilen, als diese fragte: „Kann ich vorher bitte noch zur Toilette gehen? Ich muss ganz dringend.“. Die Infusion war bereits zur Hälfte in Margarete eingelaufen. Kein Wunder, dass sie einen starken Harndrang verspürte. „Na gut, aber nur in Begleitung der Schwester“. „Ich kann doch mit ihr gehen“, bot Heinrich an. „Nein, du bist jetzt privat hier“. „Schwester Gabi, bitte begleiten Sie Frau Koller zum WC.“, forderte Dr. Wagner seine Kollegin auf. „Harnstreifentest und Kultur abnehmen“ ergänzte er. Nachdem Schwester Gabi ihre Patientin von allen Kabeln befreit und die Infusion für den Gang zur Toilette abgehängt hatte, machte sie sich langsam mit ihr auf den Weg. Sorgenvoll blickte Heinrich ihr hinterher.

„Ich hätte doch auch in die Allgemeinmedizin gehen sollen, so wie du“, bemerkte Valentin mit einem Augenzwinkern. „Vor allem, wenn man da so hübsche Patientinnen zu sehen kriegt, wie deine Frau Koller“, fuhr er fort. Heinrich, der in Gedanken ganz bei Gretchen war, antwortete seinem Freund nicht. „Wieso wolltest du ihr zuerst eine Lektion erteilen und sie unter falschen Voraussetzungen hier in die Mangel nehmen.“ Da wurde Dr. Bach plötzlich hellhörig. „Valentin, ich erkläre dir das gerne später ausführlich. Aber in der Zwischenzeit kein Wort zu Gretchen, versprich mir das.“ „Du bist mir ihr also per Gretchen?“

Derweil kämpfte sich Gretchen Meter um Meter auf dem Gang mit blauem Linoleumboden voran. Die Wände waren weiß gestrichen und zu Gretchens Glück mit einem Handlauf aus Holz versehen. Sie klammerte sich daran fest und schleppte sich weiter voran. Der scharfe Geruch von Desinfektionsmittel lag in der Luft, vermischt mit dem süßlichen Duft des Todes. Zumindest empfand das Gretchen so. Sie war zuvor erst einmal in einem Krankenhaus gewesen. Damals war ihr Großvater im Krankenhaus verstorben. Gretchen war gerade einmal 4 Jahre alt gewesen. Seitdem roch es für sie in einem Krankenhaus nach Tod und Verwesung, zumindest bildete sie es sich ein.

Obwohl es ihr schon etwas besser ging, war der kurze Weg äußerst beschwerlich für sie. Aufgrund der Schmerzen hielt sie sich leicht nach vorne gekrümmt und kam nur sehr langsam voran. Aber immerhin spielte ihr Kreislauf wieder mit. Erschöpft ließ sie sich auf die Toilette nieder und versuchte erfolglos den Gedanken zu verdrängen, dass der Sitz nur so vor Bakterien wimmeln musste. Als sie in den kleinen Becher pinkelte, viel ihr sofort auf, dass auch Blut dabei war. Nicht auch das noch, dachte sie sich. Es war ihr furchtbar peinlich, ausgerechnet jetzt ihre Regelblutung zu bekommen. Aber von „Regel“ konnte bei Gretchen keine Rede sein, denn sie hatte einen sehr unregelmäßigen Zyklus und musste daher immer mit einer unangenehmen Überraschung rechnen. Praktischerweise fand Margarete auf der Toilette wenigstens frische Binden, obwohl ihr ein Tampon bei weitem lieber gewesen wäre. Sie nahm sich eine davon und kam mit der Harnprobe in der Hand wieder zu Schwester Gabi, die vor der Türe auf ihre Patientin gewartet hatte. Der erfahrenen Krankenschwester fiel natürlich gleich auf, dass die Harnprobe mit Blut versetzt war. „Hab grad meine Tage bekommen“, entschuldigte sich Gretchen.

Zurück im Behandlungsraum wurde Gretchen wieder an den Überwachungsmonitor angeschlossen und war dankbar, nach diesem kleinen Ausflug wieder liegen zu dürfen. Schwester Gabi führte inzwischen den gewünschten Harntest durch. Heinrich war froh, Gretchen wieder neben sich zu haben. Der Gang zur Toilette hatte ihm zu lange gedauert und er hatte sich schon Sorgen gemacht. „Herr Dr. Bach, vielleicht möchten Sie sich einen Kaffee vom Automaten holen?“, schlug Schwester Gabi vor. „Wir kümmern uns auch gut um Ihre Patientin in der Zwischenzeit“, versicherte sie ihm. Heinrich hatte um keinen Preis vor, Margarete jetzt alleine zu lassen. Valentin, der Schwester Gabis Versuch, Dr. Bach für ein kurzes Patientengespräch loszuwerden, durchschaut hatte, mischte sich ein. „Heinrich, sei doch bitte so nett und melde Frau Koller beim Schalter noch an, dann können wir das Administrative hier abschließen. Damit wäre uns sehr geholfen“, betonte er mit Nachdruck. Auch Heinrich hatte den Code verstanden und gab nach, wenn auch nur sehr ungern.

Die Krankenschwester wartete noch einen Augenblick, bis sich die Tür hinter Dr. Bach geschlossen hatte. „Der Harn ist blutig, aber sonst von den Standardwerten her unauffällig.“ „Und was wollten Sie mir dann nicht im Beisein von Dr. Bach berichten?“, fragte Dr. Wagner leicht genervt. „Das Beta-HCG ist positiv“, erklärte Schwester Gabi und zeigte ihm den positiven Schwangerschaftstest.

Überrascht sah Dr. Wagner seine Patientin an. Sie schien nichts von der Schwangerschaft zu ahnen. Er warf Schwester Gabi einen bedeutungsvollen Blick zu. „Piepen Sie meine Frau an. Angesichts der Lage möchte ich, dass der Ultraschall gleich von einer Gynäkologin durchgeführt wird.“ Margarete hatte die Unterhaltung zwar mitbekommen, jedoch nicht verstanden, worum es ging. Nur das Wort Gynäkolgin jagte ihr einen eiskalten Schauer über den Rücken. Gerade als sie fragen wollte, wie es jetzt weitergehen würde, zog Dr. Wagner einen Rollhocker heran und setzte sich zu ihr. Zu seinem Glück blieb ihm das Überbringen schlechter Nachrichten erspart, denn genau in diesem Moment betrat seine Frau das Behandlungszimmer. Sie war eine echte Erscheinung und sah unglaublich gut aus mit ihrer schlanken Figur und ihrem wunderschönen roten Haar, das sie zu einem lockeren Dutt zusammengefasst hatte.

Ihr Auftreten strahlte sowohl Souveränität als auch Professionalität aus. Genau diese Eigenschaften würden viele Patientinnen beruhigen und ihnen das Gefühl geben, in guten Händen zu sein. Doch Margarete schüchterte genau das neben der Profession von Frau Dr. Wagner zusätzlich ein. Ihr perfektes Make-up und der weiße, enganliegende Kittel brachten ihr Vorzüge zu Geltung. Neben ihr kam sich Gretchen klein und unscheinbar vor. Ausgerechnet von Isabella F***ing Rossellini musste sie sich zwischen die Beine schauen lassen und dabei würde es sicherlich nicht bleiben. Zum Glück hatte Gretchen an diesem Morgen ihre Beine frisch rasiert und ihren Intimbereich epiliert. „Eigentlich möchte ich das gar nicht. Mir geht es schon wieder besser. Kann ich nicht einfach gehen?“, flüsterte Margarete zu Schwester Gabi, die nur bestimmt den Kopf schüttelte. Mühsam richtete sich Gretchen auf der Liege auf. „Aber mit meiner Regelblutung ist mir das sehr unangenehm. Ich will da nicht untersucht werden“, versuchte sie es verzweifelt weiter. Doch Schwester Gabi blieb hart und deutete ihr, sie solle sich wieder hinlegen. Wo blieb eigentlich Heinrich so lange?

Zwischenzeitlich informierte Dr. Wagner seine Frau über den aktuellen Zustand ihrer gemeinsamen Patientin. „Ich vermute eine extrauterine Gravidität. Am besten, du siehst es dir selbst an“, schloss er seinen Bericht ab. „Welches Spekulum soll ich herrichten, Frau Dr. Wagner?“, fragte Schwester Gabi. „Ich muss mir einen ersten Einblick verschaffen, dann sehen wir weiter“, antwortet die Gynäkologin. Obwohl sie wie eine echte Furie aussah, klang ihre Stimmen weich und sanft. Sie trat ans Fussende der Liege und betätigte einen Schalter an der Unterseite. Links und rechts kamen Fußstützen zum Vorschein. „Bitte legen sie Ihre Füße in die Schalen, die Sie hier an beiden Seiten sehen. Zitternd und den Tränen nahe kam Gretchen ihrer Aufforderung nach. „Können wir vielleicht noch auf Heinrich warten?“, fragte sie mit bebender Stimme. Gerade weil sie nicht genau wusste, was auf sie zukommen würde, hatte sie furchtbare Angst. Valentin ging dazwischen, er musste ihr nun endlich die Situation erklären. „Frau Koller, wir haben den sehr starken Verdacht, dass sie schwanger sind“. Gretchens verbliebene Farbe wich ihr aus dem Gesicht. Schockiert sah sie ihn an. „Das kann nicht sein“, stammelte sie leise vor sich hin. „Wie oft ich das schon gehört habe“, zischte Valentin und verdrehte seine Augen. „Valentin, bitte! Etwas mehr Fingerspitzengefühl!“, wies ihn seine Frau zurecht. „Ich muss sowieso nach meinen Assistenzärzten sehen. Piep mich an, wenn du mich brauchst“, sagte er noch, bevor den Behandlungsraum verließ. „Geht es dem Baby gut?“, schoss es Margarete plötzlich ein. „Ich kann es noch nicht mit Sicherheit sagen, was da los ist. Dafür müsste ich Sie zuerst eingehend untersuchen“.

Heinrich, der sich viel zu lange mit dem Papierkram herum geschlagen hatte, eilte den Korridor entlang, zurück zu Gretchen. Beinahe wäre er in seinen Freund Valentin gelaufen. „Du hast es aber eilig“, meinte dieser ein wenig schnippisch. „Natürlich, ich will zu Margarete, wenns dir Recht ist“, erwiderte er hastig und wollte schon weiter gehen. „Sie will dich nicht dabei haben. Du musst solange vor dem Behndlungsraum warten.“ Verdutzt blieb Heinrich stehen. „Wenn du hier bist, wer kümmert sich dann jetzt um Gretchen?“, wollte er wissen und eine Woge der Angst überkam ihn. „Vera ist bei ihr und schallt sie gerade. Es sieht nicht gut aus. Zum Glück hast du sie so schnell her gebracht.“, erklärte Valentin und wollte gerade weiter gehen. „Was ist mit ihr? Wieso habt ihr eine Gynäkologin hinzugezogen?“, fragte er noch und war sich nicht sicher, ob er für die Antwort bereit war. „Heinrich, bitte, ich habe dir ohnehin schon viel zu viel gesagt. Du musst einfach warten und dann selbst mit Frau Koller sprechen. Ich muss jetzt leider weiter, aber ich verspreche dir, dass ich später nach ihr sehen werde.“ Mit diesen Worten verschwand Valentin langen Schrittes. Heinrich schlurfte zurück zum Behandlungszimmer und nahm davor auf einem dieser Klappstühle, die an der Wand montiert waren, Platz. Doch er konnte nicht still sitzen. Nervös tigerte er auf und ab. Dabei ließ er die Tür zum Behandlungsraum nicht aus den Augen.

„Reiß dich zusammen, es geht um dein Baby!“, wiederholte Gretchen diese Worte in ihrem Kopf, wie ein stärkendes Mantra. Sie musste ihre Angst überwinden. Hier und jetzt. Und das ganz alleine. Wie gerne hätte sie Heinrich jetzt bei sich gehabt. Aber auf der anderen Seite, wie hätte sie ihm ihre Schwangerschaft erklären sollen? „Ok, machen Sie die Untersuchungen, die Sie eben machen müssen“, sagte Margarete entschlossen, obwohl sie am liebsten schreiend davon gelaufen wäre. Frau Dr. Wagner zog sich Untersuchungshandschuhe an und half Margarete aus ihrem Höschen. Sie sah sofort, dass die Binde bereits von Blut durchtränkt war. „Schwester Gabi, vergessen Sie das Spekulum. Da ist zu viel Blut. Ich werde da nichts sehen können. Vaginalschallkopf, sofort“, ordnete sie an, wobei ihre Stimme nicht mehr sanft oder weich klang. Margarete versuchte sich krampfhaft zu entspannen und locker zu lassen, was genau das Gegenteil zur Folge hatte. Dr. Wagner, deren Geduld sich langsam dem Ende zuneigte, wandte sich erneut an die Krankenschwester im Raum. „Halbe Ampulle Valium i.v und das zackig“. Das Medikament wirkte rasch und schon merkte Gretchen, wie die innere Anspannug einfach von ihr abfiel. Ihre Knie fielen locker zur Seite und sie fühlte sich, als wäre sie in Watte gepackt. Gleichzeitig wurde sie auch ein wenig müde, aber sie musste wissen, wie es um ihr Baby stand. Plötzlich fühlte sie, wie etwas Langes, Hartes in sie eindrang. Konzentriert blickte Dr. Wagner auf den Bildschirm des Ultraschallgerätes. „Valentin hatte Recht“, bestätigte sie die Verdachtsdiagnose ihres Mannes. Sie widmete sich nun ganz ihrer Patientin. „Frau Koller, Sie haben eine Eileiterschwangerschaft, so wie wir es befürchtet haben. „Aber das Baby können Sie doch retten, oder?“, fragte Margarete mit schluchzender Stimme. „Nein, leider nicht. Der Embryo liegt im rechten Eileiter und es sieht so aus, als könnte er jeden Moment zu einer Ruptur führen.“ Margarete hörte nur noch ein Rauschen und konnte durch ihren Tränenschleier nicht mehr klar sehen. Sie zitterte am ganzen Körper und ihre Lippen bebten vor Verzweiflung. „Wir müssen Sie sofort in den OP bringen“, ordnete die Frauenärztin an. Daraufhin erhielt Margarete die zweite Hälfte Valium und es wurde ganz dunkel um sie herum.

Der Hausbesuch

 

Die Gretchen-Frage Teil II. Hier geht es zur Gretchen-Frage.syringe-1973129_640

Gleich am nächsten Wochenende nach Gretchens Auftritt in seiner Ordination kündigte Heinrich seinen Hausbesuch bei ihr an. Ganz recht, er fragte nicht, ob und wann sie Zeit hatte, sondern er kündigte sich einfach an und Margarete hatte zuhause zu sein. Bereit für ihn. Es war Zeit für eine Revanche und zwar eine, die Margarete niemals mehr dazu verleitete, auch nur einen Fuß in seine Praxis zu setzten, es sei denn, sie wäre wirklich krank. Für heute hatte er sich etwas ganz Besonderes ausgedacht.

Heinrich trug wie immer ein weißes Hemd mit kurzen Ärmeln, dazu eine lange dunkle Hose. Selbstverständlich hatte er auch seine Arzttasche aus schwarzem Leder bei sich. Entschlossen, Gretchen eine Lektion zu erteilen, klopfte er an ihre Tür. Es dauerte nicht lange und schon wurde sie geöffnet. Margarete trug ein marineblaues, ärmelloses Kleid, das ihr bis zum Knie reichte und ihren runden Hüften sowie weichen Brüsten schmeichelte. Ihr schulterlanges braunes Haar trug sie offen. Sie stand barfuß im Flur und wartete, dass Heinrich hereinkam. Er genoss ihren Anblick noch einen Moment länger. Sie sah einfach hinreißend aus, direkt zum Anbeißen. Wäre nicht der rote Lippenstift, könnte man meinen, sie sei ein unschuldiger, süßer Engel. Doch der Arzt hatte erst vor kurzem die Erfahrung gemacht, dass sein Gretchen alles andere als unschuldig war. Ja, man könnte sagen, sie hatte es faustdick hinter den Ohren.

Er trat ein und gab ihr einen zärtlichen Begrüßungskuss auf ihre rosige Wange. Nachdem er die Schuhe ausgezogen hatte, folgte er ihr ins Schlafzimmer. Sie standen einander gegenüber, als Heinrich sie fragte: „Na was hat denn meine arme Patientin heute?“. Sie stieg sofort mit ins Spiel ein. „Eigentlich geht’s mir ganz gut, aber eine Gesundenuntersuchung wäre nicht schlecht“, schlug sie grinsend vor. „Gut, mein Gretchen. Also hast du keine Bauchschmerzen mehr?“, wollte er wissen. Die Erinnerung an den Streich, den sie ihm gespielt hatte, verlieh ihrem Gesicht eine rötliche Farbe. Ohne Worte schüttelte sie den Kopf. „Nun, dann leg dich mal ins Bett, damit ich dich untersuchen kann.“ Er nahm die Blutdruckmanschette zur Hand und legte sie um ihren linken Oberarm. Er saß neben ihr auf dem Bett und steckte sich die Oliven seines Stethoskops in die Ohren. Als die kalte Membran ihre Ellenbeuge berührte, lief ihr ein wohliger Schauer über den Rücken und breitete sich über ihren ganzen Körper aus. Ihre Brustwarzen wurden hart und zeichneten sich unter dem dunklen Stoff ihres Kleides ab. Während er die Manschette aufpumpte, betrachtete er sie von Kopf bis Fuß. Sie sah etwas blass aus, aber das konnte auch an der Beleuchtung liegen. Heinrich ließ den Druck wieder ab und wartete darauf, das Klopfgeräusch über das Stethoskop zu hören. Konzentriert schaut er durch seine dezente Brille auf das Manometer in seiner Hand. “140/80“, sagte er mit ernster Stimme. „Etwas höher als mir lieb ist, aber das liegt sicher an der Aufregung. Dabei muss doch mein Gretchen nicht nervös sein, oder?“, meinte er und ließ die Frage im Raum stehen. Mittlerweile hatte Heinrich sich das Stethoskop lässig um den Hals gehängt und die Blutdruckmanschette von Margaretes Arm entfernt. Nebenbei hatte er ihre Atemzüge mitgezählt, ebenfalls leicht erhöht, wobei sie bei seinem Anblick beinahe die Luft angehalten hätte. Es gefiel ihr, wie er auf der Bettkante saß und sich um sie kümmerte. Sie genoss seine Aufmerksamkeit und Fürsorge. Seine Finger schlossen sich zielsicher um ihr zierliches Handgelenk. Schnell und rhythmisch trommelte ihr Puls gegen ihre weiche Haut. Margarete musste heute tatsächlich nervöser sein, als üblich. Zumindest würde das ihre Vitalzeichen erklären, dachte sich der Arzt und machte sich weiter keine Sorgen um seine Spielpatientin. „Gretchen, auch wenn du heute keine Bauchschmerzen mehr hast, möchte ich dich trotzdem abtasten, nur um sicher zu gehen“. Breitwillig zog sie ihr Kleid hoch und ein lilafarbener Spitzentanga kam zum Vorschein. Vorsichtig tastete er zuerst den rechten unteren Quadranten ab. Margarete schreckte unter seiner Berührung zurück und verzog ihr Gesicht. „Tut das etwa schon weh?“, fragte Heinrich überrascht. „Nein, deine Hände sind nur kalt“ lachte sie und sah in sein skeptisches Gesicht. Er tastete sich im Uhrzeigersinn voran.

Als nächstes wollte er ihre Temperatur kontrollieren. „So Margarete, du hast dich doch bei mir indirekt beschwert, dass ich in meiner Ordination ein Ohrthermometer verwende, nicht wahr?“ „Naja, es ist schon etwas ungenau“ kicherte sie und freute sich auf den nächsten Teil des Spiels. „Also dann werde ich dich mal von deinem Höschen befreien“, kündigte er an und setzte sein Vorhaben auch gleich in die Tat um. Gretchen wollte sich gerade auf die Seite drehen, doch Heinrichs starke Hände hinderten sie daran. „Nun, heute werden wir das etwas anders machen. Bleib am Rücken liegen und lass die Beine locker zur Seite fallen“. Neugierig kam sie seiner Aufforderung nach und spürte ein leichtes Ziehen, als ihre Beine weit gespreizt auf der Matratze auflagen. Routiniert schüttelte er das Glasthermometer runter und sah die Skala noch einmal prüfend an, bevor er die Spitze mit einer dünnen Schicht Nivea-Créme versah. In dieser Position hatte Heinrich bestens Zugang zu den intimsten Stellen seiner Patientin. Ein kleines bisschen musste er doch nachhelfen und spreizte ihre Pobacken behutsam auseinander. Einfühlsam setzte er das kühle Glasinstrument an ihrem After an und schob es zärtlich, jedoch bestimmt durch ihren Schließmuskel. Was sie nicht wusste, es war ein manipuliertes Thermometer, das bei 38,2°C stehengeblieben war und sich nicht mehr runterschütteln ließ. Margarete entwich ein lustvolles Stöhnen und auch Heinrich erregte diese Art der Temperaturkontrolle. Seine hübsche Patientin wollte gerade die Beine schließen, doch Heinrich hielt sie bestimmt davon ab. „Wir sind noch nicht fertig“.  Schnell holte er noch einige Utensilien hervor. „Nachdem dir die Messung mittels Ohrthermometer unzuverlässig erscheint, werden wir heute deine Temperatur ganz genau ermitteln. Mit einem kalten, nassen Tupfer desinfizierte er ihre inneren Schamlippen, ihre Klitoris und ließ unterhalb den Tupfer noch einen Moment lang verweilen. Dann nahm er ein Thermometer in einer verschweißten Verpackung zur Hand. „Was ist das denn?“, fragte Gretchen neugierig und ein wenig ängstlich zugleich. „Das, meine Kleine, ist ein Einmalthermometer mit einer besonders dünnen Spitze“ erklärte er fachmännisch und grinste sie schelmisch an. Gretchen war in diesem Moment noch nicht klar, warum Heinrich ein Einmalthermometer verwenden wollte. Dann überkam sie plötzlich eine dunkle Vorahnung. Das schnalzende Geräusch, als sich Heinrich sterile Handschuhe übergezogen hatte, ließ sie aufschrecken. Mit einem Schlag wurde ihr bewusst, was er vorhatte. Sie wollte ihre Hand schützend vor ihren Intimbereich halten, doch da ergriff Heinrich ihre Hand und hielt sie fest. Vorsichtig begann sie mit ihren hübschen langen Beinen zu strampeln, aber da sie ja noch das Glasthermometer im Po stecken hatte, konnte sie nicht viel ausrichten. „Willst du wohl still halten?“ fuhr er sie an. „Es tut nur weh, wenn du so herumzappelst“, erklärte er ihr mit sanfterer Stimme, um sie zu beruhigen. Sie hörte zu strampeln auf. Flink hatte der Doc das Einmalthermometer zur Hand, führte es geschickt in die Harnröhre seiner Patientin ein und hielt es weiterhin fest. „Au“, jammerte sie auf. „Gretchen, das ist doch nicht so schlimm“, versuchte er sie zu besänftigen. „Aber es brennt ein bisschen“, gestand sie kleinlaut. Da er das Thermometer in ihrer Harnröhre stabilisieren musste, hatte er die ganze Zeit freie Sicht auf ihre glatte, feuchte Scham. Margarete war es unangenehm, so offen vor ihm zu liegen, aber darum war es Heinrich in dieser Situation unter anderem ja gegangen. Er genoss diesen Augenblick. Er war sich sicher, dass Gretchen ihn nicht so bald wieder an der Nase herumführen würde. „Und, wäre dir ein Ohrthermometer jetzt nicht viel lieber?“, fragte er sie provokant. Schmollend gab sie sich in diesem Punkt geschlagen. Obwohl ihr das zweite Thermometer unangenehm war, fühlte es sich doch auch irgendwie erregend an. Die kleinstmögliche Menge an Schmerz, die auch Lust verursachte. Mittlerweile waren etwas mehr als fünf Minuten vergangen und Heinrich entfernte mit seiner freien Hand zuerst das Rektalthermometer. „Oh, 38,2°C! Was ist denn bloß mit meinem Gretchen los?“, fragte er mit gespielter Besorgnis. „Das kann nicht stimmen! Zeig mal her!“, forderte Margarete ihn auf. Wortlos überreichte er ihr das Thermometer. Sie wollte ihren Augen nicht trauen. Wie konnte das möglich sein? Sie fühlte sich doch eigentlich ganz fit. Prüfend legte sie ihren Handrücken an ihre Stirn und Wangen.

„Ich finde nicht, dass ich mich warm anfühle, was meinst du, Heinrich?“ Er rutschte etwas höher entlang der Bettkante hinauf, ließ jedoch das Thermometer nicht los. Eingehend musterte er ihr Gesicht und legte ebenfalls seine Hand auf ihre Stirn. „Doch, doch, du fühlst dich warm an. Ganz eindeutig.“, versuchte er seine Patientin zu überzeugen.  „Was sagt denn das andere Thermometer?“, wollte Margarete wissen. Vorsichtig entfernte der Arzt das Thermometer aus ihrer Harnröhre. Flüchtig las er das Ergebnis von 37,8°C ab und ließ das Einmalthermometer in einem Abwurfsack neben dem Bett verschwinden. „Dasselbe wie das andere Thermometer“, schwindelte er. „Dann muss ich dich wohl weiter untersuchen“, meinte er und zwinkerte ihr zu. Noch immer etwas verunsichert, blieb sie einfach liegen und wartete auf weitere Anordnungen. Vielleicht hatte er irgendwas mit dem Thermometer gemacht, damit es leichtes Fieber anzeigte. Aber dieser Gedanke schien ihr doch zu absurd und schließlich hatte sie ja selbst gesehen, wie er das Fieberthermometer runtergeschüttelt hatte. Es war tatsächlich ein heißer Tag und sie hatte bis jetzt auch noch nicht viel getrunken. Das musste einfach die Erklärung sein, sagte sie sich.

In ihren Gedankengang vertieft, hatte sie gar nicht mitbekommen, dass sich Heinrich am Fußende ihres Bettes zu schaffen machte. Sie setzte sich auf und blickte neugierig zu ihm herüber. Er war gerade dabei, Fußstützen an ihrem Bettrahmen zu montieren. „Ach, Heinrich! Du weißt doch, dass ich Gyn-Spiele nicht so mag“ protestierte sie. „Ja, ja, keine Bange. Wir machen keine Gyn-Spiele. Aber wenn du deine Füße in die Schalen legst, kann ich dich leichter untersuchen“ beschwichtigte er seine Patientin.

Also rutschte sie im Bett Richtung Fußende. Artig legte sie ihre Füße in die dafür vorgesehenen Einrichtungen ab. Er zog sich ein Paar Untersuchungshandschuhe an bestrich zwei Finger mit einem klaren Gleitgel. „Schön locker lassen, ich werde nur mal tasten, ob du für die nächste Untersuchung schon bereit bist.“, forderte Heinrich sein Gretchen auf.

Behutsam führte er ihr seinen Zeige- und Mittelfinger durchs Hintertürchen ein. Es lag nicht nur am Gleitgel, dass er ganz leicht in sie eindringen konnte. Dieser Anblick, aber vor allem dieses Gefühl der Macht über sie erregte ihn sehr. Er spürte nicht nur seine Erektion, sondern ein loderndes Inferno in seinem tiefsten Inneren. Auch Gretchen ließ die Untersuchung nicht kalt. „Sehr gut, wir können weiter machen“, stellte er fest. Als nächstes kam ein Rektoskop zum Vorschein. Auch dieses wurde mit einer Schicht Gleitgel bestrichen. Margarete fühlte, wie das kalte Metall ihren Anus passierte und dachte zunächst an einen Glasdildo. Doch plötzlich merkte sie, wie das Ding in ihr irgendwie größer wurde. Breiter, um genau zu sein. Heinrich öffnete das Spekulum. Das kleine Lämpchen erhellte Gretchens dunkles Löchlein. Er inspizierte die Innenwände und ließ sich viel Zeit dabei. Denn er wusste, dass es Margarete peinlich war, ihm so ausgeliefert zu sein.

Genau diese Art von mäßiger Demütigung sprach Gretchen auf einer Ebene an und erregte sie bis ins Innerste, wie sie es zuvor noch nie erlebt hatte. Trotzdem hatten Heinrich und sie noch nie miteinander geschlafen. Sie erlebten, teilten und genossen die gemeinsame Erotik des Spiels auf einem völlig anderen Level. Auch das hatte Margarete bisher noch nie so erfahren.

Heinrich entfernte das Instrument aus Margaretes Po und legte es zur Seite. Mit ein wenig Zellstoff wischte er das überflüssige Gleitgel weg. „Du kannst die Füße aus den Schalen nehmen und dich auf den Bauch legen.“ Ohne nach zu fragen, folgte sie seiner Anweisung.

„Wie war das doch gleich? Spröde Haare und brüchige Nägel? Da braucht mein Gretchen wohl eine Vitaminspritze in ihren süßen Po“, kündigte er den nächsten Teil. „Aber nur, wenn du es ganz vorsichtig machst“, wandte sie ein. Er nickte ihr aufmunternd zu und insgeheim freute sie sich auf diesen kleinen Kick, den sie spürte, wenn das vor Aufregung und Angst freigesetzte Adrenalin ihren Körper durchflutete. Heinrich griff nach der Fertigspritze in seinem Koffer. Zusätzlich holte er noch einen Desinfektionstupfer dazu. Großzügig desinfizierte er die geplante Einstichstelle auf ihrem Hintern. Zur Beruhigung legte er ihr die eine Hand übers Kreuzbein. Gleichzeitig konnte er sie so auch fixieren. Routiniert stach er mit der langen Nadel in ihr weiches Fleisch. Er benötigte seine zweite Hand, um aspirieren zu können und drückte Gretchen gleich danach wieder sanft gegen die Matratze. Sie wimmerte kurz auf, aber das war mehr Spiel als echter Schmerz. Um ein hübsches Erinnerungsfoto machen zu können, ließ er die Spritze noch einen Moment in ihrer Pobacke stecken. Erst als Margarete das mitbekam, fing sie erneut zu jammern an. „Nimm sofort die Spritze raus, das tut ja weh!“, schimpfte sie ungeduldig. „Na die wird noch drin bleiben, bis ich dir die zweite Spritze verabreicht habe“, erklärte Heinrich seelenruhig. „Was heißt denn hier zweite Spritze?“, fragte Gretchen aufgebracht. „Eine für dein Haar und eine für deine Nägel“, verdeutlichte er ihr seinen Plan, während er ihr ein süffisantes Lächeln schenkte. Margarete hätte sich am liebsten gewehrt, doch mit der langen Nadel im Po war sie ihm völlig hilflos ausgesetzt. Eine Spritze pro Session war eindeutig genug, dachte sie sich, konnte jedoch den weiteren Verlauf des Spiels nicht ändern.

Die zweite Injektion musste er selbst vorbereiten. Das Knacken der Glasampulle löste Gänsehaut bei Gretchen aus. Schnell hatte er das Medikament aufgezogen und eine lange i.m.-Nadel auf den Kolben der Spritze gesteckte. Hingebungsvoll desinfizierte er die zweite Pobacke und stach gleich zu. Diesmal kam kein Gejammer von Seiten der Patientin. Braves Mädchen, dachte sich Heinrich, obwohl er es sogar mochte, wenn sie ein bisschen herum zickte. Die zweite Spritze entfernte er sofort und entsorgte sie fachgerecht in einem extra dafür vorgesehenen Behälter. „Heinrich, mir wird schlecht, macht schnell die Nadel raus“, stöhnte sie. Er dachte zunächst, sie würde einen Scherz machen. Doch als er ihren Gesichtsausdruck wahrnahm, beeilte er sich und zog auch die erste Spritze aus ihrem Po. Mit vorgehaltener Hand eilte sie ins Badezimmer. Heinrich hörte sie trotz geschlossener Tür. Sie musste mehrmals würgen und quälte sich ganz fürchterlich. Nachdem sie an dem Tag noch kaum etwas gegessen oder getrunken hatte, hatte sie auch nicht erbrochen. Nur die Übelkeit und der Brechreiz waren so stark, dass sie es noch nicht wagte, das Badezimmer zu verlassen. Heinrich, wieder ganz der professionelle Mediziner, hatte schnell ein Medikament gegen Übelkeit vorbereitet und in einer Spritze aufgezogen. Er klopfte an die Badezimmertür. „Moment“ krächzte Margarte. Trotzdem trat er einfach ein und ging neben ihr in die Hocke. Gleich neben der zweiten Einstichstelle setzte er die Nadel an und gab ihr die dritte Injektion. Sie hatte es einfach zugelassen. Obwohl es ihr normalerweise unangenehm wäre, vor Heinrich so schwach zu sein, schickte sie ihn nicht fort. Der Arzt musterte seine Patientin eingehend und schob ihr die Haare  aus dem Gesicht. „Komm, ich bring dich wieder rüber ins Bett“. Vorsichtig half er ihr, sich wieder aufzurichten und begleitete sie zurück ins Schlafzimmer. Sie plumpste ins Bett und legte sich mit angezogenen Beinen auf die Seite. „Ich bin gleich wieder bei dir“, sagte er mit sanfter Stimme und verschwand ins Wohnzimmer. Sie hörte, wie er mit jemandem telefonierte, konnte jedoch nicht verstehen, was gesprochen wurde.

„Valentin, die Pläne haben sich geändert. Ich muss mit meiner Patientin zwar deine Notaufnahme aufsuchen, doch das ist nicht mehr Teil des Spiels.“

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