Sandra bekommt eine Spritze

Sandra war heute bei ihrer Gynäkologin die auch ihre Arbeitskollegin im Krankenhaus ist. Sie war etwas spät dran, aber hätte sich ruhig etwas Zeit lassen können. Noch ganze 40 Minuten musste sie warten, bis sie endlich an der Reihe war. Der Gedanke an die bevorstehende Spritze bereitete ihr Unbehagen und die Wartezeit verging qualvoll langsam. Hoffentlich würde die Ärztin heute nicht ihren Blutdruck kontrollieren. Endlich wurde sie ins Untersuchungszimmer gerufen. Nach einem ausführlichen anamnestischen Gespräch wurde Sandra zur Untersuchungsliege gebeten. „Mach‘ dich schon mal untenrum frei, ich bereite alles für den Abstrich vor“ sagte die Ärztin zu ihrer Patientin. Aus Bequemlichkeit zog Sandra ihre Hose und ihren pinkfarbenen Tanga bis zu den Knöcheln hinunter und legte sich auf die Liege. Auf dem Rücken liegend stellte sie die Beine auf und ließ sie locker zur Seite fallen. Als Frau Dr. Keller zu ihrer Patientin kam, hatte sie bereits eine gute Sicht auf ihre glatt rasierte Scham. Sie trug bereits Handschuhe und hatte ein langes Wattestäbchen in der Hand. Dieses führte sie so tief wie möglich ein. Es dauerte nicht lange und die Ärztin verpackte das Untersuchungsmaterial sachgemäß. „So Sandra, entspann dich mal. Schön locker lassen, ich mach’ gleich den Tastbefund.“ erklärte die Gynäkologin. Sie verteilte ausreichend Gleitgel auf ihrem rechten Mittel- und Zeigefinger und führte beide gefühlvoll in Sandras Vagina ein. Sie musste ihre Finger noch etwas weiter rein schieben. „Portio weich, gut verschieblich. S minus 5. So weit alles in bester Ordnung“. fasste sie das Ergebnis der manuellen Untersuchung zusammen. Sandra war froh, dass alles ok war. „So, wenn du dich jetzt auf die linke Seite drehen magst, kann ich dir auch gleich die Spritze rein jagen“ schlug sie mit einem freundlichen Lächeln vor. „Naja, nicht unbedingt rein jagen, wenns geht. Aber was sein muss, muss sein“ antwortete Sandra eher kleinlaut. Dr. Keller bereitete die Vitamin B Spritze vor und holte einen Tupfer zur Hautdesinfektion. Sandra lag halb nackt auf der Untersuchungsliege und zuckte zusammen als der nasse Tupfer ihre Pobacke berührte. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Dennoch versuchte sie sich zu entspannen. Die Ärztin ertastete die Punktionsstelle und wischte nochmals drüber. Reflexartig zog Sandra ihr Bein an und legte ihre zierliche Hand schützend über die vermeintliche Injektionsstelle. „Ganz ruhig, ist doch halb so schlimm“ versuchte die Frauenärztin ihre etwas ängstliche Patientin zu beruhigen. Sandra legte sich wieder brav in dieselbe Position wie zuvor. „Es tut mir leid, aber bei Spritzen kann ich einfach nicht anders“ erklärte sie entschuldigend. „Na du bist mir vielleicht eine Krankenschwester“ entgegnete Dr. Keller ein wenig belustigt ihrer Kollegin. Erneut desinfizierte sie den rechten äußeren Quadranten. Sehr behutsam setzte sie die Nadel an. „Achtung jetzt piekst es kurz.“ sprach die Ärztin eine freundliche Warnung aus. Sandra schloss die Augen und atmete tief durch. Da spürte sie schon, wie sich die lange spitze Nadel in sie hinein bohrte. Jetzt noch kurz still halten, bis die 5ml injeziert sind, dachte sie sich. „So, schon vorbei. Du kannst dich wieder anziehen“ kommentierte die Gynäkologin das Ende der Injektion. Wow, das hat ja gar nicht weh getan! „Danke, das hast du echt toll gemacht!“ lobte Sandra die erfahrene Ärztin. „Oh, die Einstichstelle blutet ganz leicht nach.“ bemerkte Dr. Keller und klebte ein Pflaster darüber.

Sandra zog sich wieder an und setzte sich nochmals zur Frau Doktor an den Schreibtisch, welche schon Stethoskop und Blutdruckmanschette vorbereitet hatte. Zuerst legte sie sanft die Manschette um Sandras linken Oberarm. Dann taste sie nach dem Puls an ihrem schmalen Handgelenk während sie per Manometer die Manschette stetig aufpumpte. Das Stehtoskop hatte sie bereits um den Hals hängen. Sie steckte sich noch die Oliven in die Ohren legte die Membran in der Ellenbeuge ihrer Patientin an. Langsam ließ sie die Luft aus. „115/80.“ verkündete sie zufrieden den Blutdruckwert. So eine schöner Wert, und das nach der fiesen Spritze!

Den nächsten Termin bei ihrer Gynäkologin würde Sandra erst im August haben. Aber die nächste Spritze , das wusste sie, würde nicht so lange auf sich warten lassen.

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Ende